Leben
09.08.2017

Tätowierte Krankenschwester: Sohn verteidigt Mutter

Er stellte mit einem Facebook-Posting klar, dass die tätowierten Unterarme seiner Mutter nichts mit deren Arbeitseinsatz zu tun haben.

Nicht an jedem Arbeitsplatz werden sichtbare Tätowierungen akzeptiert. Diese Erfahrung musste auch eine US-amerikanische Krankenschwester machen. Sie erzählte ihrem Sohn Jordan Millers, dass es in einigen Krankenhäusern nicht gerne gesehen wird, wenn die Angestellten dort sichtbare Tattoos haben. Millers wollte daraufhin mit einem mittlerweile über 115.000 Mal geteilten Facebook-Posting klarstellen, dass die tätowierten Unterarme seiner Mutter nichts damit zu tun haben, wie gut sie ihren Job mache.

Er zeigte ein Bild seiner Mutter in ihrer Arbeitskleidung, auf der ihre tätowierten Unterarme zu sehen sind und listete Dinge auf, die sie tagtäglich mit vollem Einsatz meistert:

"Ich habe gesehen, wie meine Mutter eine Frau aus einem Auto gezogen hat, bevor es sich mit Rauch gefüllt hat und die Frau erstickt wäre.

Ich habe gesehen, wie sie eine verletzte Person am Straßenrand nach einem Autounfall genäht hat.

Ich habe gesehen, wie sie todmüde nach einer 12-Stunden-Schicht mit einem schwierigen Patienten nach Hause gekommen ist und am nächsten Tag wieder hingegangen ist.

Sie ist heimgekommen, nachdem sie ein Baby im Arm gehalten hat, dass seinen letzten Atemzug getan hat. Sie hat einem Drogenabhängigen das Leben gerettet, nachdem er eine Überdosis im Krankenhaus genommen hatte."

"Tätowierungen definieren nicht, wer du als Person bist"

Millers Schlussfolgerung: " Tätowierungen definieren nicht, wer du als Person bist. Meine Mutter hat mehr Tattoos als ich zählen kann und das hat niemals ihre Arbeitsmoral beeinflusst. Sie wacht jeden Tag zur gleichen Zeit auf und rettet ein Leben."

Millers erhielt für das Posting viel Zuspruch und über 180.000 Likes. Eine Userin kommentierte darunter: "Unsere Gesellschaft konzentriert sich auf die falschen Dinge. Unsere Haut ist ein Organ. Worüber sich Arbeitgeber und die Gesellschaft Gedanken machen sollten ist nicht, wie wir unsere schützende Schicht dekorieren, sondern unsere Seele."

Millers Mutter meldete sich auf Facebook nach den zahlreichen Reaktionen ebenfalls zu Wort. Sie sei sprachlos und davon begeistert als "tätowierte Krankenschwester" bekannt zu sein. Sie bedankte sich bei ihrem Sohn und richtete allen anderen tätowierten Krankenschwestern aus: "Rockt weiter!"

In Österreich darf der Arbeitgeber Anweisungen zum äußeren Erscheinungsbild erteilen, wenn dafür gute Gründe vorliegen.