Leben 23.07.2017

Student benotet Brief von Ex und wird von Uni suspendiert

© Bild: Screenshot: twitter.com/NickLutz12

Ein Student aus Florida hat den Entschuldigungsbrief seiner Ex-Freundin benotet und anschließend getwittert. Seine Universität hat ihn deswegen suspendiert, mittlerweile die Entscheidung aber wieder rückgängig gemacht.

Trennungen laufen nicht immer harmonisch ab. Das scheint auch beim Beziehungs-Aus von Nick Lutz, einem Studenten an der University of Central Florida (UCF), und seiner Freundin der Fall gewesen zu sein. Die Ex-Freundin, die Nick betrogen hatte, erklärte ihm schließlich in einem mehrseitigen Entschuldigungsbrief ihre Beweggründe.

61 von 100 Punkten für Entschuldigunsbrief

Doch anstatt ihr zu vergeben oder den Brief wütend in den Müll zu werfen, hatte Nick eine andere Idee. Er setzte kurzerhand den Rotstift an und korrigierte den Brief. Das Fazit: Die Einführung sei zu lang, sie wiederhole sich immer wieder und außerdem gebe es einige sprachliche Mängel. Mit 61 von 100 möglichen Punkten würde das für eine "4 Minus" reichen, umgerechnet für die USA ein "Minus D". Dem nicht genug, machte Nick im Februar ein Foto von dem korrigierten Brief und postete ihn auf Twitter. Dort wurde er bislang mehr als 339.000 Mal gelikt und über 122.000 Mal geteilt.

Vorwurf des Mobbings

Doch die mediale Aufmerksamkeit, die Nick mit seiner Aktion auf den Brief gelenkt hatte, sollte nicht ohne Konsequenzen bleiben. Seine Uni suspendierte ihn Anfang Juli wegen "schädlichen Verhaltens". Nick dürfe im Sommer- und Herbstsemester 2017 nicht weiter Sport-Management studieren. Das berichtete USA Today. Zuvor habe sich Nicks Ex-Freundin beschwert, dass sie sich von ihm gemobbt fühle. Das wollte der Student so nicht hinnehmen und legte Berufung gegen die Entscheidung ein. Tatsächlich lenkte die Uni daraufhin ein und schrieb in einem Statement, dass man den Vorwurf des schädlichen Verhaltens nicht habe erhärten können. Auf Twitter verkündete Nick, dass er sich über die Entscheidung freue.

( kurier.at , elmo ) Erstellt am 23.07.2017