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09/11/2012

Sonderbare Tiere: Der Hochgucker

Dank seines durchsichtigen Kopfes und den grünen "Glasaugen" ist der Gespensterfisch perfekt an die Tiefsee angepasst.

von Marcel Ludwig

Wie aus einer anderen Welt erscheint der zur Familie der Gespensterfische zählende Hochgucker (Macropinna microstoma). Sein Lebensraum erstreckt sich im Pazifik vom weiten Norden (südlich der Beringstraße) bis vor die Küste der Halbinsel Baja California. Sie wurden bereits 1939 entdeckt, aber erst 70 Jahre später beschrieben.

Sein wohl faszinierendstes Merkmal blieb dabei jedoch lange unentdeckt: Der Hochgucker besitzt einen "durchsichtigen" Kopf - eine mit Flüssigkeit gefüllte Schutzhaube bedeckt den konkaven Kopf und schützt die Augen. Kommt der Fisch an die Wasseroberfläche so sackt die Haube zusammen oder löst sich ganz auf.

Die großen, grünen Kugeln an der Oberseite des Kopfes werden oft fälschlicherweise für Teile des Gehirns gehalten, sind in Wahrheit aber die Augen. Wie neueste Forschungen von Bruce Robison und Kim Reisenbichler vom Monterey Bay Aquarium Research Institute zeigen, kann der Fisch die Augen durchaus rotieren, wodurch die deutsche Bezeichnung durchaus relativiert wird. Die dunklen Ausbuchtungen an der Stirnseite des Fischkopfes - von vielen für die Augen gehalten - sind indes für die olfaktorische Wahrnehmung zuständig.

Der Tiefseebewohner hält sich die meiste Zeit seines Lebens in mesopelagialen Tiefen von 600-800 Metern auf. Der rund 15 Zentimeter große "Zwerg" steht dabei den Großteil der Zeit "ruhig" im Wasser und wartet auf vorbeischwimmendes Plankton, Krustentiere oder kleinere Quallen.

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