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Leben Gesellschaft

Siri-Protokoll geknackt

iPhone-4S-Assistent kann theoretisch auf anderen Geräten eingesetzt werden. Signatur erschwert das aber.

12/05/2011, 07:42 AM

Einen Monat nach der Veröffentlichung des iPhone 4S in den USA haben die Entwickler von Applidium die Sprachsteuerungssoftware Siri geknackt und das dahinter liegende Protokoll entschlüsselt, berichtet TechCrunch. Die Entwickler haben entschlüsselt, was genau Siri an Apple funkt und wie die Kommunikation abläuft. Das Applidium-Team hat sich genau angesehen, wie die Abfragen aussehen, die ein iPhone 4S an Apple sendet, wenn man als Anwender einen Befehl an Siri gibt. So wird beispielsweise der Audio-Input des Menschen in den Binärdaten versteckt und mit einem Speex-Codec komprimiert.

Theoretisch könnte man mit diesem geknackten Protokoll jetzt Siri in anderen Geräten, wie Laptops oder auch Android-Phones einsetzen. Doch hier gibt es ein Problem: Es werden bei dem Vorgang Signaturen gesendet, die das iPhone 4S identifizieren. Diese Signaturen sind für jedes iPhone 4S unterschiedlich und identifizieren ein bestimmtes Gerät. Wenn nun jemand eine Android-App mit Siri entwickeln würde, würde die Signatur, wenn sie mehrfach auftaucht, relativ rasch von Apple über eine Blacklist gesperrt werden. Wirklich sicher wäre man nur dann, wenn man die Identität seines eigenen iPhone nutzen würde - und das macht die Portierung auf andere Plattformen wohl eher unattraktiv.

Erst unlängst wurde die Sprecherstimme von Siri entlarvt. Der Radio- und TV-Sprecher Jon Briggs erfuhr erst durch einen Werbespot, dass Aufnahmen, die er für einen Dienst namens "Daniel" aufgenommen hatte, später für Siri verwendet wurden. Mehr dazu im Hintergrund-Artikel.

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