Leben
29.03.2017

Spicer sagt Reporterin, sie soll Kopf nicht schütteln

Spicer wird der Zwischenfall in den US-Medien als "Tadelung" ausgelegt.

Sean Spicer, der Pressesprecher des Weißen Hauses, wies eine langjährige Korrespondentin bei einer Pressekonferenz darauf hin, dass sie bitte nicht ihren Kopf schütteln möge, wenn er antwortet. Nun wird Spicer der Zwischenfall in den US-Medien als "Tadelung" ausgelegt.

April Ryan, die Chefin des Washington-Büros von American Urban Radio Networks, hatte Spicer zuvor gefragt, was die Trump-Administration zu tun gedenkt, um ihr Image aufgrund der Russland-Kontakte von Trumps Vertrauten wieder aufzupolieren. Spicer dementierte daraufhin eine Russland-Connection und holte aus: "Wenn der Präsident heute Abend russisches Salatdressing auf seinen Salat kippt, ist das auf irgendeine Art eine Russland-Connection."

Russisches Salatdressing und Kopfschütteln

Als Ryan nicht locker ließ und weitere Fragen stellte, sagte Spicer, dass sie bitte damit aufhören soll, ihren Kopf zu schütteln. "Ich bin jetzt seit 20 Jahren hier und zwar seit der zweiten Amtszeit von Bill Clinton im Jahr 1997", sagte Ryan nach dem Vorfall zu Katy Tur, einer Reporterin des US-amerikanischen Nachrichtesenders MSNBC. "Wir waren noch nie mit so etwas konfrontiert. Meine Frage war sehr einfach. Was werdet ihr hinsichtlich des Wahrnehmungsproblems in der Angelegenheit tun? Ich weiß nicht mehr, was ich wortwörtlich gesagt habe, aber das war der Knackpunkt meiner Frage. Und er redet irgendetwas von russischem Salatdressing und dass ich nicht mit dem Kopf schütteln soll."