The percussion drill in the turret of tools at the end of the robotic arm of the Mars rover Curiosity is positioned in contact with the rock surface in this January 27, 2013 handout image courtesy of NASA. In this view, the drill is positioned on a target on a patch of flat, veined rock called "John Klein." The site is within the "Yellowknife Bay" area of Gale Crater. Picture taken January 27, 2013. REUTERS/NASA/JPL-Caltech/Handout (MARS - Tags: ENVIRONMENT SCIENCE TECHNOLOGY) FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

© Reuters/NASA

Curiosity-Fund
02/21/2013

Graues Gestein auf Rotem Planeten

Die NASA ist "begeistert": Der Roboter hat erfolgreich den Mars angebohrt - und Hinweise auf Feuchtigkeit gefunden.

Der NASA-Forschungsroboter "Curiosity" hat unter der roten Oberfläche des Mars graues Gestein entdeckt: Eine von dem Gefährt aus einem Felsen entnommene Probe habe "das Forscherteam begeistert", sagte der Wissenschaftler Joel Hurowitz von der US-Weltraumbehörde NASA am Mittwoch im kalifornischen Pasadena. "Wenn Dinge sich orange färben", geschehe dies, "weil ein Rostprozess das Eisen in einem Stein oxidieren lässt".

Anfang Februar hatte "Curiosity" erstmals den Roten Planeten angebohrt, um eine Gesteinsprobe zur Analyse zu entnehmen. Dabei handelt es sich nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA um die erste Probe von Mars-Gestein überhaupt. "Es ist auch das erste Mal, dass ein Forschungsroboter irgendwo anders als auf der Erde in einen Stein gebohrt und eine Probe entnommen hat", sagte NASA-Wissenschaftlerin Louise Jandura. "Das ist ein historischer Moment."

Bereits damals erwartete die NASA Hinweise auf lange vergangene "feuchte Umgebungen" auf dem Mars, die für einen Rostprozess nötig sind. Um auf jede mögliche Gesteinsart auf dem Mars vorbereitet zu sein, hatte die US-Weltraumbehörde acht Bohrer entwickelt, mit denen mehr als 1.200 Löcher in 20 Gesteinsarten der Erde gebohrt wurden.

Ein Teelöffel voller Mars-Staub

"Curiosity" hat mit seinem Bohrer etwa einen Teelöffel voll Gesteinsstaub aus einem Stein herausgeholt. Erst jetzt konnten die NASA-Wissenschafter aber mit Hilfe eines Fotos überprüfen, dass der Rover die Probe auch wirklich erfolgreich aufgenommen hat. "Das ist ein tolles Ergebnis - die Bohrung war ein voller Erfolg", sagte Nasa-Wissenschaftler Scott McCloskey. "Viele von uns arbeiten seit Jahren auf diesen Moment hin."

Der Forschungsroboter soll den Gesteinsstaub nun sieben und an einige der vielen Messinstrumente, die er an Bord hat, weiterleiten. Erst danach könne man wissen, woraus der Stein genau bestehe, sagte NASA-Wissenschaftler Joel Hurowitz. "Die Ergebnisse werden wir bald mitteilen." Der Stein könne wie eine Art "Zeit-Kapsel" funktionieren. "Möglicherweise ist das sehr altes Gestein, das Belege über die Umstände enthält, unter denen es entstanden ist", sagte Hurowitz.

"Curiosity" war Anfang August nach einer mehr als achtmonatigen Reise durchs All auf dem Mars gelandet. Die rund 2,5 Milliarden Dollar (knapp 1,9 Milliarden Euro) teure Mission ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt. Der Forschungsroboter soll nach Spuren von Leben und somit vor allem von Wasser auf dem Roten Planeten suchen. Bis zum Jahr 2030 wollen die USA nach derzeitiger Planung eine bemannte Mission zum Mars entsenden.

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