Leben 19.04.2012

Rätseln um Weltall-Bergbau-Projekt

Nächste Woche soll hochkarätig unterstütztes Unternehmen Planetary Resources vorgestellt werden.

Am Dienstag, den 24. April, soll ein neues Unternehmen namens "Planetary Resources" in Seattle vorgestellt werden. Worum genau es sich dabei handelt, ist noch unklar, nach einer Wortmeldung gegenüber dem MIT-Nachrichtenportal Technology Review kann man allerdings davon ausgehen, dass Planetary Resources eine Form von Weltall-Bergbau im Sinn hat. Warum man solch einer Ankündigung überhaupt große Aufmerksamkeit schenkt, hat mit der prominent besetzten Liste der Unterstützer zu tun.

Der gerade erst zum tiefsten Punkt der Erde getauchte Titanic-Regisseur James Cameron ist offenbar mit an Bord, dazu Google-CEO Larry Page und Ex-CEO Eric Schmidt, der Sohn von Ex-US-Präsidentschaftskandidat Ross Perot sowie Ex-Microsoft-Entwickler und "Raumfahrt-Philanthrop" Charles Simonyi.

"Billionen von Dollars"

Laut einer Presseaussendung soll Planetary Resources "zwei maßgebliche Sektoren vereinen - Weltall-Erkundung und natürliche Ressourcen - um der Weltwirtschaftsleistung Billionen von Dollars hinzuzufügen. Dieses innovative Start-Up wird eine neue Industrie und eine neue Definition von `natürlichen Ressourcen` kreieren."

Laut The Verge soll das Unternehmen von Peter Diamandis geführt werden, einem der Vorreiter auf dem Gebiet Weltraumtourismus und Gründer der Forschungs-Institution X-Prize Foundation. Diamandis hatte bereits vor Jahren Ideen zur Ausbeutung von Ressourcen im Weltall gewälzt. Auf der Erde seltene und wertvolle Metalle existieren in "unendlichen Mengen", so Diamandis. Dabei könne ein Projekt zum Abbau dieser Metalle alleine durch Spekulation auf dem Welt-Metall-Markt finanziert werden.

Einfangen von Asteroiden

Wie genau Planetary Resources im Weltall Bergbau betreiben will, darauf kann man gespannt sein. Spekuliert wird unter anderem darüber, dass das Unternehmen versuchen könnte, Asteroiden einzufangen und im Erdorbit wertvolle Bodenschätze daraus zu gewinnen. Eine der nächsten derartigen Gelegenheiten würde sich etwa im Jahr 2040 bieten, wenn der Asteroid 2011 AG5 entweder sehr nah an der Erde vorbeifliegen oder sie sogar treffen könnte. Die NASA bewertet das Risiko dafür übrigens mit Level 1 auf der Torino-Skala. Man braucht sich also keine allzu großen Sorgen machen.

( futurezone ) Erstellt am 19.04.2012