Portal "Spitalskompass" gestartet

Foto: ap

Die Webseite soll eine Übersicht der Leistungs- und Ausstattungsdaten aller österreichischen Krankenhäuser bieten.


Wieder ein Schritt mehr in Richtung Information von Konsumenten und Zahlern im österreichischen Gesundheitswesen: Mit der Internet-Seite http://www.spitalskompass.at gibt es jetzt ein von "Gesundheit Österreich" (GÖG) eingerichtetes Medium, in dem Leistungs- und Ausstattungsdaten der Krankenhäuser und deren Abteilungen sowie die leichteste Erreichbarkeit dargestellt sind.

"Wir wollen die Menschen in Österreich informieren, wie sie zu den Leistungen des Gesundheitswesens kommen. (...) Die Menschen finanzieren selbst das Gesundheitswesen durch Beiträge und Steuern. Da müssen sie wissen, wo man welche Leistung bekommt. Gute Qualität hält Transparenz auch durchaus aus", sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (S) bei der Präsentation im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag in Wien. Gerade in Österreich sei es gelungen, auch in Zeiten der Wirtschaftskrise den uneingeschränkten Zugang der Bevölkerung auch zu medizinischen Spitzenleistungen zu gewährleisten.

Die Daten stammen aus dem leistungsabhängigen Finanzierungssystem (LKF) der Spitäler. Primär handelt es sich nach via Suchsystem und Anklicken auf Landkarten auffindbaren Informationen zu fragen wie: Welche Spitäler gibt es? Welche Abteilungen sind in dem angesprochenen Spital vorhanden? Wie sieht die technische Ausrüstung aus? Welche Eingriffe werden an den Abteilungen wie oft vorgenommen? Wie sieht es mit Zusatzleistungen ("Hotelkomponente", Nachsorge etc.) aus? Wie schnell ist die Klinik zu erreichen?

Zumindest die Häufigkeit bestimmter Standardeingriffe bzw. Operationen an einzelnen Abteilungen kann einen Hinweis darauf geben, wo die größte Routine vorhanden sein könnte. Umgekehrt ist es aber wohl auch so, dass für den Patienten Wohnortnähe, Erreichbarkeit und Service in den meisten Fällen ebenfalls bestimmende Faktoren für die Auswahl eines Krankenhauses bei planbaren Interventionen ist.

Laut Gerhard Fülop von Gesundes Österreich GmbH könnten langfristig in das öffentlich zugängliche Portal wohl auch bestimmte Ergebnis-Qualitätskriterien aufgenommen werden. Derzeit wird ja an einem bundesweit einheitlichen Portal gearbeitet, bei dem aus den LKF-Daten auf die Qualität in den einzelnen Krankenhäusern zurück geschlossen werden kann. Minister Stöger kann sich das in Zukunft ebenfalls vorstellen, wenn eine Form gefunden wird, in der die Ergebnisdaten für die Patienten auch wirklich brauchbar sind.

(apa) Erstellt am
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