Umwelt
03/11/2015

Wie man Kindern Nachhaltigkeit vermittelt

Ein Rohstoffkoffer macht bewusst, welche Schätze in einem Handy verborgen sind.

Nachhaltigkeitspädagogik will Schülern vermitteln, schonend mit Ressourcen umzugehehen. Seit Oktober 2014 ist in Österreichs Schulen ein neues Unterrichts-Tool im Einsatz, das genau das ermöglicht. Mithilfe des Elektroaltgeräte- und Altbatterien-Schulkoffers lassen sich die Themen Recycling, Rohstoffknappheit und Auswirkungen auf die Umwelt speziell für Kinder im Pflichtschulalter (3. bis 8. Schulstufe) anschaulich und spielerisch vermitteln. Am Beispiel eines zerlegten Handys machen die Heranwachsenden Bekanntschaft mit den verschiedenen Rohstoffen ihres Mobiltelefons und lernen, dass nicht mehr verwendete Handys nach wie vor einen Wert haben und deshalb nichts in verstaubten Schubladen und schon gar nichts im Restmüll verloren haben.

Begreifbare Bewusstseinsbildung

Neben Lehrmaterialien, Anleitungen für Lernspiele und diversen Arbeitsblättern für die verschiedenen Altersgruppen enthält der Schulkoffer auch jede Menge Anschauungsmaterialien. Mit dem „Rohstoffkoffer“ des Naturhistorischen Museums Wien, der im EAK-Schulkoffer integriert ist und sich dem Thema „Was steckt im Handy?“ widmet, wird der Schulkoffer zu einem perfekten Hilfsmittel, um bei Kindern Interesse und Spaß am Thema zu wecken. „Die Dynamik im Unterricht bekommt eine ganz neue Qualität. Kleinere Kinder finden es großartig, dass sie nicht nur zuhören müssen, sondern dass sie auch wirklich etwas zum Angreifen bekommen. So lassen sich auch komplexe Themen bereits im Kindesalter nachhaltig vermitteln“, erzählt Ingrid Pirgmayer, Wiener Abfallberaterin und Nachhaltigkeitspädagogin, aus der Praxis.

Die Nachfrage nach dem Schulkoffer ist groß – bereits mehr als 70 Schulen und Kindergärten in Wien und Umgebung wollen die Thematik demnächst im Unterricht aufgreifen. Auch das Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) empfiehlt den Einsatz des „Umwelt-Schulkoffers“ an Österreichs Schulen sowie in der Ausbildung der Lehrer. „Dass das Ministerium nun auch die Empfehlung ausspricht, den Schulkoffer nicht nur in Schulen, sondern auch im Rahmen der Lehrerausbildung an den Pädagogischen Hochschulen zu verwenden, bestätigt uns in unserer Bildungsarbeit“, freut sich Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK).

Die EAK hat den Schulkoffer in Zusammenarbeit mit dem Umweltdachverband, dem D.R.Z (Demontage Recyclingzentrum Wien) und mit Unterstützung des Umweltministeriums entwickelt. „Mit dem Schulkoffer setzen wir gezielt auf Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung und wir freuen uns, dass er sich sehr gut eignet, um das Thema nachhaltige Entwicklung und Ressourcenschonung im Unterricht aufzugreifen“, betont Giehser. „Das schärft die Erkenntnis, dass sich ein achtsamer Umgang mit neuen sowie alten Elektrogeräten auszahlt. Und zwar für Mensch, Umwelt und die heimische Wirtschaft“, so Giehsers Resümee.

Detaillierte Informationen zum Schulkoffer unter www.elektro-ade.at

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