Leben 14.01.2018

Mutter erklärt Sohn, warum sie ihn zur Adoption freigibt

Symbolbild © Bild: Getty Images/Mikolette/iStockphoto.com

"Ich wollte dich einfach nur wissen lassen, dass ich dich liebe." So lautet die berührende Videobotschaft von Hannah Mongie an ihren Sohn.

Man merkt, wie schwer es Hannah Mongie fällt zu sprechen. Ihre Stimme zittert, bricht immer wieder und die junge Frau hört auf zu sprechen. Vor ihr liegt friedlich schlafend ihr neugeborener Sohn Taggart, Mongie streichelt ihn unaufhörlich, reicht ihm ihren Finger, damit er daran nuckeln kann. In der Videoaufnahme erzählt die US-Amerikanerin, dass sie im Alter von 18 Jahren erfuhr, dass sie schwanger ist. Sie und ihr Freund Kaden seien damals überglücklich über diese Botschaft gewesen. Doch dann starb Kaden während der Schwangerschaft überraschend im Schlaf.

Eine Entscheidung aus Liebe

Nach diesem Schicksalsschlag traf Mongie schweren Herzens die Entscheidung, ihren Sohn zur Adoption freizugeben. Nach der Geburt verbrachte sie zwei Tage mit Taggart, bevor er in sein neues Zuhause gebracht wurde. In dieser Zeit nahm Mongie ein berührendes Video auf, in dem sie ihrem Sohn ihre Beweggründe erklärt. "Ich habe dieses Video gemacht, damit du weißt, wie sehr ich dich liebe", sagt sie darin, den Tränen hörbar nahe.

Drei Jahre später hat Mongie das Video nun auf der Facebook-Seite "Love What Matters" geteilt, wo es bereits über 14.000 Mal geteilt wurde. Mongie schrieb dazu: "Das Video wurde gemacht, damit er zurückblicken und verstehen kann, dass diese Entscheidung aus reiner Liebe zu ihm getroffen wurde."

So würde Taggart niemals denken, dass ihn seine leibliche Mutter aufgegeben oder nicht geliebt habe. "Er wird immer wissen, dass ich ihn mehr als andere auf der Welt geliebt habe." Mongie hat sich für eine offene Adoption entschieden. Das bedeutet, dass sie die Möglichkeit hat, mit ihrem Sohn in persönlichen Kontakt zu treten.

Laut einem Bericht im Independet sehen sich die beiden mindestens einmal im Monat, manchmal aber auch öfter. Mit der Adoptionsfamilie von Taggert versteht sich Mongie ebenfalls bestens: "Ich habe meinen Sohn nicht aufgegeben oder weggegeben. Ich habe seine ganze Familie adoptiert."

"Wir sind zusammengewachsen und lieben uns gegenseitig als wären wir immer schon eine Familie gewesen", wird sie im Magazin People zitiert.

( kurier.at , elmo ) Erstellt am 14.01.2018