Leben
16.05.2017

"Muss duschen": Schämt sich Conway für Trump?

Die Moderatoren der US-Morgenshow "Morning Joe" behaupten, dass sich Trumps Beraterin Kellyanne Conway bei ihnen über ihren Chef ausgelassen haben soll.

Kellyanne Conway, Spitzenberaterin des US-Präsidenten Donald Trump, ist gemeinhin für ihre dubiosen Aussagen bekannt. Sie war es auch, die nach der Amtseinführung Donald Trumps Anfang des Jahres mit dem Begriff "alternative Fakten" international für Aufregung sorgte. Nun heißt es in einem Bericht der New York Times, dass Conway nach einem Wahlkampfauftritt in der US-Morgenshow "Morning Joe" bei den Moderatoren Mika Brzezinski und Joe Scarborough über ihren Chef gelästert haben soll. Jedoch erst, nachdem die Kameras aus waren.

In der Sendung selbst habe sie vor laufenden Kameras nur lobende Worte für Trump gefunden. Als diese jedoch vorbei war, soll sie gesagt haben, dass sie nur wegen des Geldes für Trump arbeite und sich sogar dafür schäme, ihn in der Öffentlichkeit zu verteidigen und dass sie sich deswegen schmutzig fühle. Dabei soll auch der Satz: "Würg, ich muss dringend eine Dusche nehmen" gefallen sein.

"Das ist politische Pornographie"

Zwischen den Moderatoren der Morgenshow und der Präsidentenberaterin ist die Stimmung schon länger angespannt. Im Februar verkündete die Moderatorin Brzezinski, Conway nicht länger in ihre Show einzuladen. Als Grund gab sie an, dass diese wissentlich Falschmeldungen verbreite. Auch einen Seitenhieb an das konkurrierende Netzwerk CNN, das Conway weiterhin als Gast begrüßt, konnte sich Brzezinski in diesem Zusammenhang nicht verkneifen: "Eure Moderatoren sehen aus, als würden sie unter großen Schmerzen leiden, wenn sie Conway interviewen, weil sie wissen, dass das politische Pornographie ist", sagte Brzezinski.

Kellyanne Conway hat am Dienstag auf Twitter dementiert, sich negativ über Trump geäußert zu haben. Es sei im Gegenteil ein Privileg, dem Präsidenten im Weißen Haus assistieren zu dürfen.