Leben
30.06.2017

Moderatorin über Trump: "Fragiles, kindliches Ego"

US-Präsident Trump hat es gewissermaßen zu seinem Hobby gemacht, Journalisten und Medienmacher öffentlich anzugreifen. Sein jüngstes Opfer: Moderatorin Mika Brzezinski. Diese wehrt sich nun gegen Trumps Beleidigungen.

Nachdem Donald Trump die Fernsehmoderatorin auf Twitter als "verrückte Mika mit dem niedrigen IQ" bezeichnet hatte (kurier.at berichtete), äußerte diese nun Zweifel an seiner Qualifikation für das Präsidentenamt. "Er scheint ein fragiles, ungeduldiges, kindliches Ego zu haben, das wir wieder und wieder sehen konnten, besonders, wenn es um Frauen geht", sagte sie Freitag früh in der Show "Morning Joe".

"Wir berichten über seine Lügen"

Die Sendung moderiert sie gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Joe Scarborough im Sender MSNBC. Es sei alarmierend, dass der Präsident so schnell aus der Fassung gerate, fügte die 50-Jährige hinzu. "Das Weiße Haus behauptet, wir würden ihn angreifen", sagte Brzezinski. Das stimme nicht. "Wir berichten über seine Lügen. Wir sind verärgert, wenn er nicht die Wahrheit sagt, wenn er Menschen schikaniert."

Trump hatte am Donnerstag getwittert, Brzezinski habe ihn in seinem Anwesen in Mar-a-Lago unbedingt sehen wollen, obwohl sie nach einer Lifting-Operation im Gesicht stark geblutet habe. Er beschrieb sie als "verrückte Mika" mit niedrigem IQ, ihren Partner Scarborough nannte der Präsident einen "Psychopathen".

Trump hat "Angst vor Frauen"

Die beiden Moderatoren verschoben einen Urlaub, um Freitag früh in ihrer Show auf Trumps Angriff reagieren zu können. Scarborough sagte, Trump nehme Aussagen von Frauen viel persönlicher als von Männern und sei "sehr viel grausamer" zu ihnen. "Er greift Frauen an, weil er Angst vor Frauen hat." Das Paar bezichtigte Trump zudem der Lüge. Es stimme nicht, dass Brzezinski wegen eines Face-Lifts geblutet habe. Sie habe lediglich "ein wenig Haut" unter ihrem Kinn straffen lassen, erklärte die Moderatorin.