Leben
09.11.2017

Iran: Studenten sollten sich nicht so oft verlieben

Mansur Gholamis Aussagen wurden auf Twitter von vielen spöttisch kommentiert.

Studenten im Iran verlieben sich offenbar zu oft. Zumindest ist dies die Überzeugung des iranischen Ministers für Hochschulbildung, Mansur Gholami. Das findet der Minister nicht gut. "Man muss sich überlegt und sorgfältig, nicht aber blind und zu oft verlieben", sagte Gholami am Donnerstag. Auch er habe sich während seines Studiums verliebt, die Frau dann aber auch gleich geheiratet.

Die Aussage des Ministers über die Liebe führte auf Twitter zu kritischen und auch spöttischen Reaktionen der Studenten. "Was geht Dich denn das an, wie wir uns verlieben wollen", twitterte eine Studentin. Ein anderer User bat den Minister, genau zu erklären, "wie man mit Sorgfalt eine Studentin anmachen sollte". Genauso ironisch war auch der Tweet: "Hat ein Minister dieses Landes wirklich nichts Besseres zu tun?"

Wegen der strengen islamischen Vorschriften haben es besonders Jugendliche nicht einfach, sich zu verabreden. Stets besteht die Gefahr einer Kontrolle der Sittenpolizei. Man riskiert eine zeitweilige Festnahme, die Benachrichtigung der Eltern und eine saftige Geldstrafe. Daher sind Universitäten für sie ein beliebter Ort für romantische Abenteuer.