Leben
30.01.2018

Milka wird für Blogger-Kampagne im Netz verspottet

Die Marke Milka lässt Blogger für ihre Schokolade Werbung machen. Das kommt nicht bei allen gut an.

Marken, die etwas auf sich halten, arbeiten heutzutage mit Bloggern zusammen. Zusätzlich zu oder anstelle von herkömmlichen Testimonials werden sogenannte Influencer verpflichtet, Produkte zu bewerben. Die Meinungsmacher im Netz, wie Influencer oder Blogger auch genannt werden, setzen diese auf Social Media in Szene. Fertig ist die Kampagne, die meist auch von einem mehr oder weniger knackigen Hashtag begleitet wird. Für Schokoladenhersteller Milka ging eine solche Kampagne jüngst aber nach hinten los.

#milkaschmecktwie

Für die Werbeaktion unter dem Hashtag #milkaschmecktwie belieferte die Marke des US-amerikanischen Nahrungsmittelkonzerns Mondelēz International Blogger mit Schokolade. In der Hoffnung, dass diese die Süßware geschickt präsentieren und so für Kaufanreize bei Kunden sorgen.

Tatsächlich entpuppte sich die Kampagne jedoch als problematisch, da zahlreiche Blogger wohl nicht so recht wussten, wie sie das Naschzeug am besten zur Geltung bringen sollten. Die Postings glitten deshalb in recht absurde Darstellungen ab. So zeigte sich die deutsche Influencerin Farina Opoku im Auto, perfekt gestylt und mit Designertasche mit einer Tafel Milka. "Egal wo ich unterwegs bin, @milka_dach schmeckt für mich überall wie ein Stückchen Heimat", schrieb sie pathetisch dazu. Die Kölner Mama-Bloggerin Kimberly (die.kim) hielt eine winterliche Inszenierung für sinnvoll und setzte sich mitsamt Milka auf einen Schlitten. Nina May, ebenfalls Mama-Bloggerin, integrierte Milka beim Kuscheln mit ihrem Kind. In Summe wirken die Beiträge allesamt nicht ganz glaubwürdig.

Über diese und ähnliche Postings machen sich andere User nun lustig. Und zwar mit ähnlich skurrilen, wenn auch stark überzeichneten Beiträgen:

Ähnlich viel Spott erntete vor einiger Zeit auch der Waschmittelhersteller Coral. Für die plumpe Inszenierung von Waschmittel (siehe Postings unten) unter dem Hashtag #coralliebtdeinekleidung erntete man hämische Kommentare.