Leben
30.01.2012

Megaupload-Daten werden bald gelöscht

Sämtliche auf US-Servern der gesperrten Filesharing-Seite gesicherte Privat-Daten sollen gelöscht werden.

Wie die neuseeländische Nachrichten-Seite nzherald.co.nz berichtet, könnte mit der Datenlöschung von Megaupload bereits in wenigen Tagen begonnen werden. Die kürzlich von US-Behörden vom Netz genommene Webseite hat die Datenspeichrung bei exteren Dienstleistern ausgelagert. Dabei soll es sich um die Firmen Carpathia Hosting Inc. und Cogent Communications Group Inc. handeln, die per Brief des US-Staatsanwalts zur Löschung aufgefordert worden sein sollen. Der Anwalt von Megaupload setzt derzeit alles daran, um die Löschung der Daten zu verhindern, da diese als Beweismittel im anstehenden Prozess dienen sollen.

Der Firmensitz von Megaupload ist zwar in Hongkong, weil aber einige Server auf US-Territorium stehen, konnten die US-Behörden trotzdem gegen die Betreiber vorgehen.

Auch persönliche Daten betroffen

Die US-Behörden sollen eine Kopie der Datenbestände haben, um diese nach urheberrechtlich geschütztem Material zu durchsuchen.
Laut den Betreibern von Megaupload soll es sich bei den Daten aber auch um ganz normale Fotos und andere Dokumente handeln. Betroffen von der Löschung sollen rund 50 Millionen Nutzer weltweit sein.

Das harsche Vorgehen der US-Behörden gegen Megaupload hat vergangene Woche für heftige Reaktionen gesorgt. Das Hacker-Kollektiv Anonymous hat eine Angriffswelle gegen US-Regierungsseiten (FBI, US-Justizministerium) und Webseiten von Interessensverbänden der Unterhaltungsindustrie gestartet. Außerdem wollen betroffene Megaupload-Nutzer das FBI wegen dem Verlust persönlicher Daten zur Verantwortung ziehen.

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