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01/20/2017

Wenige kamen: Publikumspanne bei Trumps Angelobungskonzert

Am Vorabend der Amtseinführung von Donald Trump fand ein Konzert vor dem Lincoln Memorial statt. Das schien jedoch nur wenige US-Amerikaner zu interessieren.

Donald Trump wird Präsident – und das will gefeiert werden. Am 20. Jänner stehen zahllose traditionsreiche Programmpunkte an, darunter Trumps

Angelobungsrede
und derInauguration Ball. Am Vorabend der offiziellen Amtseinführung fand ein Eröffnungskonzert zu Ehren des neuen Präsidenten statt.

Trump traf deswegen bereits zu Donnerstagmittag in Washington ein, wo abends das "Willkommenskonzerts" am Lincoln Memorial, dem Monument für den früheren Präsidenten Abraham Lincoln, über die Bühne ging. Bei dem Konzert traten neben anderen die Country-Sänger Lee Greenwood und Toby Keith auf.

Falsche Fakten

Während seiner Rede im Zuge des Konzerts dankte Trump den "tausenden und abertausenden" Besuchern des Events, die die Location "bis ganz nach hinten" gefüllt hätten. Er sagte: "Das alles hat als kleines Konzert begonnen und dann hatten wir die Idee, es vor das Lincoln Memorial zu verlegen. Ich weiß nicht, ob das schon jemals gemacht wurde und wenn, dann sehr selten."

Bilder, die nach dem Eröffnungskonzert auf Twitter und in anderen sozialen Medien geteilt wurden, zeichnen jedoch ein anderes Bild. Die Collagen aus Aufnahmen von Trumps Willkommenskonzert und jenem von Barack Obama aus dem Jahr 2009 zeigen deutlich, dass lediglich rund 10.000 Menschen vor Ort waren, wie auch Buzzfeed berichtet. Offizielle Zahlen wurden noch nicht veröffentlicht.

Zur Erinnerung: Für Barack Obamas Inauguration Concert im Jahr 2009 strömten über 400.000 Zuschauer nach Washington, um Acts wie U2, Bruce Springsteen und Beyoncé zu sehen. Trump hatte in den vergangenen Wochen hingegen massive Probleme, bekannte Künstler für seine Angelobung zu gewinnen.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass das Konzert vor dem Memorial stattfindet. 2001 wählte George W. Bush die Location – 2009 fand Obamas Feierlichkeit, wie bereits erwähnt, dort statt.

Trump schwächt Aussagen ab

Trumps Wahrnehmung des Events wirkt also etwas verzerrt. Wie Buzzfeed berichtet, entschärfte der Republikaner zu späterer Stunde seine Behauptungen und meinte, es seien "zehntausende Leute da gewesen".