Leben
13.02.2018

Liebe per Smartphone: So erhöhen Sie Ihre Chancen

Fettnäpfchen lauern beim Online-Dating überall. Wie man dem virtuellen Glück auf die Sprünge helfen kann.

Wischen Sie noch oder lieben Sie schon? Sollten Sie ersterer Gruppe angehören, so befinden Sie sich in guter Gesellschaft: Etwa ein Drittel der Österreicher verbringt den heurigen Valentinstag ohne festen Partner, 1,5 Millionen von ihnen, schätzt das unabhängige Portal Singlebörsen-Vergleich.at, suchen auf Websites oder via Apps nach Flirts, Sex oder der Liebe fürs Leben – Tendenz steigend.

Mit der Zahl jener, die Online-Dating-Plattformen nutzen, wächst auch die Anzahl der Studien, die sich mit den Erfolgsfaktoren der virtuellen Liebessuche befassen. Schief gehen kann beim digitalen Anbandeln schließlich genug – von der Wahl des perfekten Profilbilds über die erste Nachricht bis zur Selbstbeschreibung. Der KURIER hat eine Auswahl an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Partnersuche im Netz zusammengestellt.

Frauen, traut euch:
Männer ergreifen 3,5-mal so oft die Initiative wie Frauen. Dabei lohnt es sich, Konventionen zu überdenken, zeigt eine Studie von OkCupid mit 70.000 registrierten Nutzern: Nur zwölf Prozent der ersten Nachrichten, die Männer schreiben, führen zu einem Date – macht die Frau den ersten Schritt, liegt die Erfolgsquote bei 30 Prozent. „Frauen, die das tun, haben alle Vorteile“, ermutigt Jimena Almendares vom Flirtportal in der New York Times.

Persönliche Note:
Es klingt frustrierend: Nur ein Drittel aller ersten Nachrichten wird erwidert. Das Portal Bestdatingwebsites.net verglich 500.000 erste Nachrichten mit deren Antwortquote. Entscheidend: Wer zuerst schreibt, sollte auf das Profil des anderen Bezug nehmen – solche Nachrichten erhielten um
48 Prozent mehr Rückmeldungen.

Liebe von A bis M:
Überraschendes brachte eine Studie der Queen Mary University of London zutage: Usernamen, die mit einem Buchstaben der ersten Hälfte des Alphabets beginnen, haben höhere Chancen auf ein Date.

Die Sache mit den Spiegelselfies:
Sie machen fünf Prozent aller Profilbilder aus, errechnete das Vergleichsportal Zu-zweit.de bei einer Auswertung von 22 Millionen Fotos. Dabei findet jede dritte Frau die Selbstporträts nicht gut, belegt eine Studie von Zoosk. Horst Wenzel, Leiter der Flirtuniversity, erklärt, warum: „Ein Spiegelselfie ist hoch egoistisch. Man schaut jemandem dabei zu, wie er sich selbst betrachtet.“ Besser: vier bis fünf aktuelle Fotos, die einen aus verschiedenen Perspektiven zeigen.

Pilates, Liebe, Avocado:
Jedes Portal bietet Platz, um sich potenziellen Partnern vorzustellen. Und diesen sollte man nutzen, rät Rosette Pambakian, Vizepräsidentin von Tinder: „Wir haben kürzlich Nutzerinnen gefragt und festgestellt, dass Männer, die ihre Biografie leer lassen, eine 98 Prozent geringere Chance haben, nach rechts gewischt zu werden.“ Statt Eigenschaften aufzulisten, sollte man sich mit Hobbys oder Witzen indirekt beschreiben. Frauen, die „Pilates“ als Lieblingssport angeben, können die Anzahl ihrer Matches laut der Dating-Website Zoosk um bis zu 160 Prozent erhöhen. Ähnliches gilt für Fans von „Guacamole“. Und: Singles, die das Wörtchen „Liebe“ in ihre Beschreibung inkludieren, finden diese eher.

Alles eine Frage des Timings: Die meisten Tinder-User sind am Sonntagabend online.