Leben
06.01.2018

Krebskranke Frau stirbt wenige Stunden nach Hochzeit

Heather Mosher starb 18 Stunden nachdem sie ihrem Verlobten im Krankenhaus das Ja-Wort gegeben hatte.

Bilder einer ungewöhnlichen Hochzeit rühren derzeit Menschen in der ganzen Welt. Sie zeigen Heather Mosher, die am 22. Dezember im weißen Hochzeitskleid im Krankenhausbett liegend, Perücke und Atemmaske tragend, "Ja, ich will" zu ihrem Verlobten David Mosher gesagt hat. Auf einem Foto ist zu sehen, wie sie während der Zeremonie ihre beiden Arme zu einer Art Triumphgeste in die Luft streckt. Nur 18 Stunden nach der Trauung im St. Francis Krankenhaus in Hartford im US-Bundesstaat Connecticut starb die Schulpsychologin im Alter von 31 Jahren an den Folgen ihrer unheilbaren Brustkrebserkrankung.

Schicksalstag für das Paar

Kennengelernt haben sich David und Heather im Jahr 2015 bei einem Tanzkurs. Genau ein Jahr vor Heathers Tod, am 23. Dezember, sollte sich das Leben des jungen Paares von Grund auf verändern. Die junge Frau erhielt an diesem Tag die Diagnose Brustkrebs. Zeitgleich hatte David eigentlich geplant, ihr an diesem Tag einen Heiratsantrag zu machen, was er schließlich auch bei einer Kutschfahrt tat. Heather habe davon im Vorfeld nichts geahnt. "Ich habe damals zu mir selbst gesagt, dass sie wissen soll, dass sie das nicht allein durchstehen muss", erzählte David Mosher dem Sender WFSB.

Kurz nach der Verlobung bekam Heather die Nachricht, dass sie an einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs erkrankt war. Es folgten schwierige Monate, in denen Heather Operationen und Chemotherapien über sich ergehen lassen musste. Sie erfuhr außerdem, dass der Krebs gestreut hat. Sie wollte ihren Verlobten aber trotz allem unbedingt heiraten. Ursprünglich war der Hochzeitstermin für den 30. Dezember angesetzt, doch weil sich der Zustand von Heather immer mehr verschlechterte, wurde der Termin vorverlegt.

Ehegelöbnis als letzte Worte

Das Ehegelöbnis seiner Frau habe zu ihren letzten Worten gezählt, erinnerte sich David Mosher im Gespräch mit ABC News. "Es war surreal, weil wir die Gelöbnisse austauschen sollten und ich mich gleichzeitig verabschieden musste."

Die Fotografin Christina Karas, eine Freundin von Heather, war eine ihrer Brautjungfern. Sie hielt die emotionale Zeremonie in Bildern fest. "Alle Anwesenden wussten, dass das die letzten Momente ihres Lebens waren", erzählte Karas ABC News. "Sie hielt durch, um ihre Hochzeit zu erleben … eine Hochzeit mit dem Mann ihrer Träume."

Am 30. Dezember, dem ursprünglichen Hochzeitstermin, fand schließlich Heathers Begräbnis statt. Und zwar in jener Kirche, in der das Paar ursprünglich heiraten wollte.