Lesung in einer gemütlichen, vielsprachigen Wiener Kinderbuchhandlung

© Heinz Wagner

Zweisprachig
02/25/2015

Kleine Städtereisen mit süßen Rezepten

Mimi aus Paris besucht Cousin Gustav in Wien - und umgekehrt. Kleine deutsch-/französische bebilderte Kinderbücher.

von Heinz Wagner

Mimi und Gustav: Sie lebt in Paris, er in Wien. Die beiden sind Cousine und Cousin. Manchmal besuchen sie einander in den Ferien – und stellen so „nebenbei“ ein bisschen was von der jeweiligen Stadt bilderbuchhaft vor.

Essbares

Darum kreisen die beiden bisher erschienen kleinen zweisprachigen, comicartig illustrierten Büchlein mit jeweils einem Rezept aus der anderen Stadt (Kaiserschmarrn und Madeleines). „Die kulinarische Reise der Mimi Bonbon/Le voyage culinaire de Mimi Bonbon“ wurden von einer in Paris lebenden gebürtigen Österreicherin geschrieben, „weil ich gemerkt habe, dass viele Wiener nicht viel von Paris wissen und umgekehrt auch in Frankreich wenige mehr von Wien kennen.“

Mutter und Tochter

Vorgelesen und präsentiert werden sie meist von der Autorin und ihrer elfjährigen Tochter Lili. Die war, so Doris Barbier Neumeister im Gespräch mit dem Kinder-KURIER, „Inspiration und Ideengeberin für manches in dem Buch. So hat Mimi immer Pippi-Langstrumpf-artige Zöpfe wie Lili. Und sie hat die Namen für die Figuren im Buch ausgesucht.“ Mitunter ungewöhnliche. So heißt Mimis Hund Broccoli. Das hängt damit zusammen, dass Mimi keine Süßigkeiten mag, sondern nur Gemüse ist. Das wiederum stimmt für Lili – zum Leidwesen ihrer Mutter - nicht so ganz. ;)

Bei den Präsentationen – in diesem Fall in der feinen, gemütlichen, Buchhandlung Fabelwelt in Wien-Wieden, wo es Kinderbücher in Dutzenden verschiedenen Sprachen gibt, liest Lili, die zweisprachig aufwächst und in Paris eine bilinguale Schule besucht, die französischen Dialoge und Zwischentexte, „weil sie beides akzentfrei spricht“, so die Mutter.

Zweisprachig

Lili zählt überhaupt lesen zu ihren Lieblingsbeschäftigungen wie sie dem KiKu anvertraut. „Am liebsten mag ich Alltagsgeschichten, also solche, die auch wirklich passieren oder wenigstens sein könnten. Nicht so gern hab ich Fantasy- und Abenteuerbücher. Meistens lese ich zwei Bücher gleichzeitig. Am Abend im Bett lese ich entweder ein deutsches oder ein französisches Buch. Nur manchmal komm ich durcheinander. Meistens aber weiß ich schon, welches ich am Abend vorher gelesen habe.“ In der Schule „hab ich am liebsten Sport“.

Doris Barbier Neumeister (Text), Laure Girardin Vissian (Illustrationen)
Die kulinarische Reise der Mimi Bonbon/Le voyage culinaire de Mimi Bonbon
Dadoclem Editions, 43 Seiten, 8,50 €

In Paris

Im zweiten Büchlein besucht Gustav seine Cousine in der französischen Hauptstadt. Zuerst naja. Eigentlich wollte er in den Ferien in ein Fußball-Camp fahren. Seine Eltern aber wollten, dass er sein Französisch aufbessere. Aber dann wird’s ganz schön abenteuerlich, als sie so „nebenbei“ auf Entdeckungsreise durch Paris und vor allem jenes Viertels sind, in dem Mimi lebt. Sie werden zu einem Detektiv-Duo auf der Suche nach Chopin. Nach diesem Komponisten hat Mimis Nachbarin, die Pianistin Marthe, ihre Katze benannt. Und die ist verschwunden. Auf der Spur nach Chopin landen sie unter anderem in einer Bäckerei, wo sie hören, dass ein Wiener Bäcker namens August Zang im Jahr 1839 seine Kipferl – „die geliebten croissants“ - in seiner Bäckerei in der Rue de Richelieu Nr. 92 erstmals gebacken hat …

Doris Barbier Neumeister (Text), Laure Girardin Vissian (Illustrationen)
Gustav in Paris/Gustav à Paris
Dadoclem Editions, 43 Seiten, 8,50 €

"Fabelhafte" Lesung

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