Schlitze im Spiegel - und schon wird aus zwei Gesichtern ein gemeinsames

© Heinz Wagner

Zoom Kindermuseum
10/12/2016

Ohrwürmer und Brillenschlangen

„Hör hör! Schau schau!“ – interaktive Ausstellung im Wiener Kindermuseum Zoom – in eineinhalb Stunden hören und sehen lustvoll „be-greifen“.

von Heinz Wagner

Zwei gegenüberliegende Gesichter verschmelzen zu einem – mit Hilfe eines doppelseitigen Spiegels mit Schlitzen wie Clara und Sara feststellen. Andere Spiegel lassen dich laaaang und dünn oder ziemlich kräftig in die Breite gebaut erscheinen. In einem anderen Raum mit bunten Streifen kommst du dir auf der einen Seite recht klein, auf der anderen recht groß vor. So manche optische Täuschung hat die kürzlich eröffnete neue interaktive Ausstellung „Hör hör“ Schau schau“ im Zoom Kindermuseum im Wiener MuseumsQuartier auf Lager.

Und natürlich geht’s – wie schon der Titel nahe legt – nicht nur ums sehen. Wofür haben wir überhaupt zwei Ohren? Auf die Eingangsfrage von Matthias, einem der Begleiter aus dem Zoom-Team, sorgt die Antwort einer Schülerin mindestens für Schmunzeln: „Damit der Schall auf der einen Seite rein und auf der anderen rausgehen kann!“ Natürlich wissen so manche den wahren Grund: Damit du weißt, aus welcher Richtung der Schall kommt.

Schrei-Kabine

Für den Hörsinn hat diese Ausstellung auch eine besonders lustvolle Station in der letzten Ecke des Kindermuseums: Die Schrei-Kabine. Tür auf, rein, Tür zu und drauf los geschrien. Das Lauteste an diesem Vormittag, als der Kinder-KURIER die 1a und 2b der AHS Kundmanngasse (Wien-Landstraße) begleiten darf: 112,8 Dezibel. Die 100er-Grenze schafften viele. Julia und Imen baten auch den KiKu-Reporter, gemeinsam mit ihnen zu brüllen. Immerhin steht am Kiku-T-Shirt: „Kinderlärm ist Zukunftsmusik!“ 111 dB schafften wir.

Schall kannst du auch sehen

Apropos Schall: Ein Schlag auf die umgedrehte mit Wasser gefüllte Glocke zeigt: du kannst Schallwellen auch sehen. Das erlebst du auch bei anderen Stationen, nicht zuletzt in der Silent-Disco, wo die Musik nur hört, wer die bunten Kopfhörer aufsetzt. Aber an einer Stelle siehst du springende, tanzende, hüpfende Tischtennisbälle, Loom-Gummi-Ringerl und andere Gegenstände, die vom Schall der Musik in kleinen Boxen bewegt werden.

Und die Schallgeschwindigkeit kannst du hier auch anschaulich begreifen: Ein Rohr mit vielen Windungen – ungefähr 340 Meter lang. An einem Ende drückst du den Buzzer. Ans andere Ende hältst du ein Ohr. Nach einer Sekunde hörst du das Geräusch.

Ums Eck schauen

Helm auf und ums Eck schauen – nach links und rechts oder nur nach unten. Auch das ermöglicht eine der Stationen. Ein anderer „Kopfschmuck“ bzw. so manche Brillen verändern deinen Blick wieder anders. „ich seh alles vielfach, mindestens acht Mal oder noch öfter“, meint Lisa mit einer Spezialbrille.

Daniel setzt gegenüber dem Kinder-KURIER fast zu einer Parade-Werberede an: „Die Ausstellung hat für jeden was, du kannst vieles über sehen und hören erfahren und ausprobieren. Aber auch in Kostüme schlüpfen.“ Und schon huschen Chanel und Julia als „Brillen-Schlange“ verkleidet vorbei. Manuela wandelt als Riesenauge, andere als Ohrwürmer durch die Gegend.

„Hör hör! Schau schau!“ bietet eineinhalb lustvolle Stunden rund um den Seh- und Hörsinn.

... vom KiKu-Lokal-Augenschein mit der 1a und 1b der AHS Kundmanngasse im Zoom Kindermuseum

Was? Wann? Wo?

HÖR HÖR! SCHAU SCHAU!
Interaktive Ausstellung über Seh- und Hörsinn

Zumindest bis Ende Februar, wahrscheinlich Verlängerung bis Ende des Schuljahres
Dauer: 1,5 Stunden
Fixe Beginnzeiten, damit alle in der Ausstellung auch alle Stationen nutzen können

ZOOM Kindermuseum
1070, MuseumsQuartier Wien, Fürstenhof

Reservierungen: (01) 524 79 08
www.kindermuseum.at

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