Wie können wir Jungen (mit-)helfen?!

jugendrotkreuz- und Halbmond (1)
Foto: heinz wagner Bilal Dhouib, Ashanta Osborne-Moses und Adalbert Cizek

150 Jugendliche und junge Erwachsene aus 92 Ländern kamen zur ersten Jugend-Rot-Kreuz- und -Halbmond-Konferenz nach Wien.

Global Youth Conference Foto: Hechenberger/ÖRK Nicht nur über Jugend reden und verlangen, dass sie sich stärker, mehr engagieren soll, sondern Jugendliche reden selber mit – das steckte hinter der kürzlich in Wien abgehaltenen ersten Global Youth Conference der Rot-Kreuz- und Rot-Halbmond-Organisationen. Vorsitzende ist Ashanta Osborne-Moses aus dem südamerikanischen Guyana.
Sie selbst war von ihrer nationalen Organisation nominiert worden, bislang waren die Jugend-Vertreter_innen in der Regel von den Vorständen der nationalen Organisationen kooptierte junge, engagierte Leute. Dieses Konferenz bildete den Auftakt oder viel mehr einen Zwischensschritt, Jugendvertreter_innen einen höheren Stellenwert zu geben.
150 Jugendliche und junge Erwachsene aus 92 Ländern waren gekommen. „Wir diskutierten hier Strategien, Jugendliche stärker in diese oft freiwillige Tätigkeit einzubinden, aber auch ihre Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die oft gerade von jungen Leuten kommende stärkere Einbeziehung neuer Technologien, sozialer Netzwerke in diesen Feldern. Natürlich müssen wir die großen regionalen Unterschiede berücksichtigen.
Was uns besonders wichtig ist, flexibel reagieren zu können, aber auch weg zu kommen von zu starren Strukturen der Organisationen, sondern auch diese anzupassen an die Inhalte, die jungen Engagierten wichtig sind - Erziehung, Bildung, Stärkung und Ermächtigung, selbst aktiv werden zu können und die dafür nötigen Fähigkeiten zu erlernen", sagt die oberste Jugendvertreterin zum Kinder-KURIER.

Global Youth Conference Foto: Hechenberger/ÖRK Die Konferenz hilft natürlich auch internationale Netzwerke stärker zu knüpfen und in den einzelnen Ländern müssen regionale Strategien erarbeitet, Netzwerke aufgebaut werden. Im kommenden Jahr arbeiten alle dann an einem endgültigen Dokument, die der Generalversammlung der Rotkreuz- und –halbmond-Gesellschaften vorgelegt wird.
Die Jugendvertretung macht Osborne Moses freiwillig, hauptamtlich arbeitet sie beim nationalen Roten Kreuz ihres Heimatlandes.

Mehr Initiativen

Bilal Dhouib kam von Tunesien zur internationalen Konferenz nach Wien. Der Biologie-Master-Student wurde während der Uni-Zeit für die Freiwilligenarbeit sensibilisiert. „Nach dem Sturz unseres Diktators und dem Umsturz in Libyen hat dieser Bereich an Bedeutung gewonnen, es gibt nun mehr soziale Projekte, auch weil es mehr braucht, zum Beispiel gab es durch die Auseinandersetzungen auch Flüchtlinge, die betreut werden mussten. Vor einigen Jahren war ich dann bei einem Mittelmeer-Jugendcamp von Freiwilligenorganisationen. Dort haben wir viel zu Themen gearbeitet wie kreative Aktionen zu entwickeln. Wir müssen in unserer Gesellschaft Jugendliche ermächtigen, dass sie selber viele solcher Aktivitäten anzetteln, organisieren und führen.“

Aktionen in der Schule

Adalbert Cizek aus dem Salzburger Zell am See ist seit drei Jahren Jugend-Rotkreuz-Schulsprecher, „vor fünf, sechs Jahren hab ich begonnen, mich in der Jugendrotkreuzgruppe in meiner Schule zu engagieren. Am Anfang wusste ich nicht viel, es erschien mir einfach nur interessant, was die an Projekten und Aktionen machen wie die Weihnachtskarten-, mittlerweile Freundschaftskartenaktion. Ich bin an humanitären Aktionen interessiert, weil ich ein Menschenfreund bin. Ich möchte später auch die Sanitäter-Ausbildung machen und den Zivildienst. Und wenn ich das 18. Lebensjahr überschritten habe, will ich auch Blut spenden. Als JRK-Schulsprecher hab ich auch eine Blutspendeaktion an unsere Schule gebracht.
An der internationalen Konferenz, wo’s für mich im Maturajahr gar nicht so einfach war, teilzunehmen, mag ich, dass wir jungen gemeinsam eine Jugendstrategie erarbeiten. Die Gesprächskultur ist super. Und es ist spannend, so viel über so verschiedene kulturelle Hintergründe zu erfahren. Dabei bauen wir auch viele Kontakte auf und zum Teil entstehen sicher auch lang anhaltende Freundschaften.

http://www.helpstars.at

(Kinder-KURIER) Erstellt am
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