Leben | Kiku 05.12.2011

Von 1000 auf 4.358 Kinderuni-Studierenden

Rekord der diesjährigen Kinderuni Wien/Kinderuni-Beirat

4.422 - so lautet der Rekordstand an 7- bis 12-jährigen Kinderuni-Wien-Studierenden am Ende dieses "Feriensemesters". Von den 31.838 Plätzen in den 455 Lehrveranstaltungen (mit mehr als 500 Wissenschafter_innen) sind (noch) nicht alle ausgebucht.
Freie Plätze gibt's noch in rund vier Dutzend Vorlesungen, wenigen Workshops und Seminaren, beispielsweise noch bei den Vorlesungen "Wie viele Zahlen gibt es?", "Explodierende Sterne und schwarze Löcher", "Was ist gerecht, was ist ungerecht?" oder bei Workshops "Wozu noch Bücher, wenn es google gibt?", "Können Münzen sprechen?" und Seminaren "Warum sieht der König aus wie eine Birne?", "Wozu essen und trinken wir?"
Restplätze können allerdings nicht mehr online, sondern nur mehr direkt an den beteiligten Unis - Technische, Bodenkultur, Medizin und Wissenschaft/Uni Wien - bei den jeweiligen Info-Points vergeben werden.

Kinder wollten mehr!

Kinderuni-Beirats-Mitglieder: Katharina Takács, Sarah Gyamfi und Mara Jirku
© Bild: heinz wagner

Begonnen hatte die erste Kinderuni in Wien 2003 mit einer Woche, 90 Lehrveranstaltungen und rund 1000 Kindern. Das war vielen zu wenig und sie wünschten sich mehr. Einer der Gründe, auch einen Kinderbeirat zu gründen und so zumindest einige jener für die die Kinderuni gemacht wird, gleich in die Vorbereitung miteinzubeziehen.
Bei der Pressekonferenz vor der diesjährigen Kinderuni saßen mit Mara Jirku und Sarah Gyamfi zwei der Beitratskids im Podium neben Profs und Vizerektor_innen der beteiligten vier Unis. Und mit Katharina Takács moderierte ein weiteres Beiratskind professionell.

Kinder-Beirat

Kinderuni-Beirats-Mitglieder: Katharina Takács, Sarah Gyamfi und Mara Jirku
© Bild: heinz wagner

Katharina Takács studiert heuer bereits den vierten Sommer an der Kinderuni und erinnert sich noch mit Freuden an ihre erste Lehrveranstaltung wo's unter dem Titel Harry Potters Laboratorium um Chemie gegangen war. Besonders verblüffend fand sie, dass sie mit einer Banane eine Fliese zerschlagen konnten - die war kurz in flüssigen Stickstoff getaucht und damit knallhart geworden. "Hauptsächlich interessieren mich Chemie und naturwissenschaftliche Vorlesungen, Seminare und Workshops."
Sarah Gyamfi will sich bei der diesjährigen Kinderuni auf der Bodenkultur erklären lassen, wie's zu blitz und Donner kommt, einige Lehrveranstaltungen auf der Medizin besuchen und sich als Radioreporterin betätigen.
Mara Jirku interessiert sich auch fürs Gewitter, sowie für Pflanzen, will wissen, ob chinesisch wirklich so einfach ist, wie's in der Ankündigung der Lehrveranstaltung heißt und erinnert sich vor allem an eine Medizin-Lehrveranstaltung aus dm Vorjahr: "Wohin fließt das Blut, das haben wir uns unter dem Mikroskop angeschaut. Und damit wir echtes Blut haben, hat sich der Professor kurz in den Finger gestochen."
"Als Beirat haben wir das Titelblatt vom Studienbuch ausgewählt und auch vorgeschlagen, dass alle Lehrenden lustiger erklären sollen", plaudern Sarah Gyamfi und Mara Jirku aus ihren Vorschlägen im beratenden Gremium für die Kinderuni. Und Katharina freut sich ergänzend, dass "wir heuer bei der Kinderuni auch die Gastprofessorinnen und -professoren aus dem Ausland (Südafrika, Kolumbien, Liverpool und Moskau) begrüßen dürfen".

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Reportage

  • Hintergrund

  • Bilder

  • Reportage

  • Kommentar

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011