Kiku
30.01.2013

Thomas Brezina neuer "Licht für die Welt"-Botschafter

Doppelter Geburtstag, eine eigene Geschichte und jährlich Hilfe für mehr als eine Million Menschen

Doppelter Geburtstag: An seinem 50. Geburtstag wurde Thomas C. Brezina als neuer Kinderpate und Familienbotschafter von „ Licht für die Welt“ vorgestellt – zum Auftakt des Jubiläumsjahres dieser Organisation, die blinden und anderen behinderten Menschen vor allem in Afrika, aber auch in Asien, Lateinamerika und Südosteuropa hilft.

Brezina brachte auch gleich ein Geburtstagsgeschenk mit: „Sammi Stampf, der Elefant der singt“, heißt eine Geschichte, die der bekannte Autor extra für Licht für die Welt geschrieben hat. „Darin geht’s um einen kleinen Elefanten, der singen und tanzen kann. Damit hat er zuerst große Probleme, weil die anderen, die großen Elefanten ihn deswegen verstoßen. Er ist ein völliger Außenseiter, beginnt aber, sich so zu akzeptieren, seine Fähigkeiten als Stärken zu erkennen und sich so zu mögen, wie er ist“, verrät Brezina dem Kinder-KURIER. „Ich hab sie erst heute Nacht fertig geschrieben und sie muss noch lektoriert werden, bevor sie veröffentlicht werden kann“, hält er sie aber noch als Ganzes zurück.

Anders sein...

... und doch akzeptiert werden – genau das ist auch ein Problem für viele behinderte (Kinder) beispielsweise in Afrika, schilderte anlässlich der Geburtstagspressekonferenz Licht-für-die-Welt-Geschäftsführer Rupert Roniger. „Diese Kinder werden oft versteckt, weil viele glauben, die Behinderung wäre eine Strafe Gottes. Mit Unterstützung können sie wieder in die Gemeinschaft eingegliedert werden.“

Viele Erblindungen wie Grauer Star oder Trachom lassen sich aber auch durch kleine Operationen beseitigen. Und so eine Operation kostet ungefähr 30 Euro. Für Spenden dafür macht sich seit Jahren Chris Lohner stark. Sie begrüßte Mittwoch Vormittag die Medienleute übrigens im völligen Dunkel in einem Nebenraum der interaktiven Dauerausstellung „Dialog im Dunklen“. Hier können Sehende ziemlich gut erleben, wie es ist, sich orientieren zu müssen und auch können, wenn man absolut nichts sieht.

Ein weiterer neuer Kinderpate ist Godfrey Egbon, Fitness-Trainer und Model aus Wien mit nigerianischen Wurzeln, meinte im herbst anlässlich des Vienna Night Run in einem Interview, weshalb er sich für Licht für die Welt engagiere: „Ich will damit bewirken, dass die Leute ihre Augen öffnen, nicht wegschauen! Ich möchte sie animieren, dass sie sich ein Herz fassen, über die Situation in anderen Ländern nachdenken und auch spenden. Es gibt noch viel zu tun!“

Bilder:
Thomas Brezina, Smart Eze und Chris Lohner
Godfrey Egbon, Kristina Sprenger, Licht-für-die-Welt-Geschäftsführer Rupert Roniger, Chris Lohner, Thomas C. Brezina, Augenarzt Dr. Karl Rigal

148 Projekte, mehr als 42.000 Augenoperationen

Licht für die Welt - Christoffel Entwicklungszusammenarbeit ist eine international tätige österreichische Organisation, die sich in 148 nachhaltig wirksamen Hilfsprojekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa für blinde und anders behinderte Menschen einsetzt. Arbeitsschwerpunkte sind die Prävention und Heilung von Blindheit und die Rehabilitation von blinden und anders behinderten Menschen.

Im Vorjahr konnten 57.243 behinderte Kinder rehabilitativ geförderr und 42.643 Operationen am Grauen Star durchgeführt werden. Die Hilfe erreichte insgesamt 1.038.901 Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde.

Burkina Faso: Bildung für alle

In Burkina Faso wurde ein Programm zu „inklusiver Bildung“ gestartet. Ausgehend von einem Pilotprojekt in der Gemeinde Garango wird das Programm auf die gesamte Region ausgeweitet mit dem Ziel, dass Kinder mit Behinderungen gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern zur Schule gehen können.


Lokale Fachkräfte aus- und weiterbilden

Dr. Karl Rigal, Oberarzt am Wiener Hanusch-Krankenhaus und Vorstandsmitglied von Licht für die Welt, schilderte von seinem jüngsten Projekteinsatz in diesem westafrikanischen Land: „Wir haben eine umfassende Weiterbildung einheimische nicht-ärztliche Fachkräfte angeboten, die nun Katarakt-Operationen durchführen können. Im ganzen Land gibt es außerhalb der Hauptstadt Ouagadougou nur ganze 6 (!) Augenärzte.“ Das ganze Land hat 16 Millionen Einwohner_innen, in der Hauptstadt wohnen rund 1,2 Millionen. Der Arzt aus Wien führt seine Fortbildungen übrigens immer in seinem Urlaub durch und lernte dafür eigens Französisch.

Bereits eine Spende von 30 Euro an LICHT FÜR DIE WELT ermöglicht eine Operation am Grauen Star,
mit 25 Euro pro Monat fördern Sie als Pate ein behindertes Kind!

www.licht-fuer-die-welt.at

Zum Dialog im Dunklen

Bild: Joao mit Mama Anastancia und Bruder Estefao nach gelungener Augen in Mozambik