Balancierende Tänze über das Streben nach Gleichgewicht
Auch wenn die eine oder andere Szene von " Balance" bei der Welturaufführung in der wunderschönen Halle des Weltmuseums vielleicht an den Kreislauf von Jahreszeiten, den Kampf des blühenden Frühlings gegen die Düsternis des langen Winters erinnern mag, „darum ist es mir nicht gegangen, auch wenn das viele so gesehen haben“, meint Yutong-Yang Ji zum (Kinder-)KURIER. In dem von ihr choreografierten – und vor allem in vielen Bereichen eigenhändig organisierten – Tanztheaterstück „ Balance“ dreht sich alles um dieses Thema – in vielen seiner Facetten. „Es geht um die innere Balance in einem Menschen selbst, aber auch um die zwischen einzelnen Menschen, aber zwischen Ländern, Kulturen, in der Wirtschaft und auch das Gleichgewicht zwischen Menschen, Tieren, Natur…“
Zerbrechliches Leben
Welchen der Kämpfe gegeneinander, welches Gefühl auch immer – ob Freude oder Wut, Trauer oder Zuneigung – fast immer agieren die sieben Tänzerinnen mit zerbrechlichen chinesischen Schüsseln – sehr oft auf dem Kopf. „Die stehen für das Leben an sich, seine Zerbrechlichkeit und dafür, dass sie nur ganz bleiben, wenn sie in Balance gehalten werden.“
Eigenhändig
Das jetzige Stück hingegen dauert eine dreiviertel Stunde. Das chinesische Lied wird auch auf einem traditionellen Instrument, einer Pipa (Saiteninstrument) vom ersten Stock des Weltmuseums herunter – gespielt. Von dort tanzen auch die sieben tänzerischen Darstellerinnen die prachtvolle Treppe – mit Schüsseln auf den Köpfen – herunter auf die als Podest aufgebaute Bühne. Neben dieser spielen die Musiker_innen – auf Harfe (für Wasser), Geige, (Quer-)flöte (für Edelmetall), Xylophon und Schlagwerk.
Troubles und Hilfsbereitschaft
Wie zerbrechlich die Schüsseln sind, belegt die Tatsache, „dass wir jetzt nur mehr etwas mehr als 20 solcher Schalen haben“.
Das Xylophon transportierte die Choreografin und Produktionsleiterin eigenhändig mit dem Komponisten vom Konservatorium ins Weltmuseum.
Doch in all den Widernissen tauchten auch Balance-Elemente auf. „Es gab bis knapp vor der Vorstellung Probleme mit der Lichttechnik. Aber ein Lichtmeister aus dem Burgtheater, den ich von der ProduktionIn 80 Tagen um die Weltkannte, ist kurzfristig eingesprungen.“
Hoffnung
Produktion, Regie und Choreografie: Yutong -Yang Ji ( CN)
Tanz: Doro Altenburger (AT), Nozomi Chinju (JP), Valerie Igl (AT), Katharina Illnar (AT), Anna Nussmüller (AT), Klara Pramesberger (AT), Marina Rützler (AT), Anna Schumacher ( DE)
Musik:
Komposition, musikalische Leitung und Geige: Lukas Medlam (UK)
Gesang: Maida Karisik (BH)
Harfe: Iris Mana (ES)
Flöte: Pei-San Hsieh (TW)
Pipa: Caoxin ( CN)
Schlagwerk: Ivan Bulbitski (RU)
Lichtdesign: Gerald Weilharter (AT), Jonas Kägi (CH), Manfred Nussmüller (AT), Joachim Tanner (CH), Rodrigo Martinez (MEX)
Kostüme: Yutong –Yang Ji ( CN), Doro Altenburger (AT), Yan Liu ( CN), Michael Ellinger von Label km/a (AT)
Kameraproduktion: Alex Dolphin (AT), Mariano Margarit (ARG), Bin Ren ( CN)
Fotos: Wolfgang Stecher (AT), Mariano Margarit (ARG), Yi Qian ( CN)
Ton: Christian Schleining (AT), Agentur Ai-like Entertainment
Bild: Stephanie Balih (AT)
Plakatdesign: Rodrigo Martinez (MX)
Produktion: Produktionsmitarbeit: Jonas Kägi (CH)
Regieassistenz und Koordination: Lhasa Miyagawa (AT/JP)
I Ging Philosophie Kulturberatung: Prof. Haiyi Deng ( CN)
Vorerst leider keine weiteren Termine
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