Nachwuchsforscherinnen: Melanie, Sarah und Denise (im Uhrzeigersinn) besuchen seit Jahren die Kinderuni

© Franz Gruber

Zukunft
12/08/2013

Roboter, die fliegen können

Wie schaut die Welt im Jahr 2033 aus? Drei Schülerinnen geben die Antwort

Roboter werden in 20 Jahren für uns kochen und unsere Wäsche bügeln. Mediziner züchten künstliche Körperteile für kranke Menschen. Mit diesen Zukunftsvorstellungen haben sich 26 Kinder, im Alter von sechs bis 13 Jahren, bei der „Kinderuni-Ideenwerkstatt“ beschäftigt. Dabei entwickelten sie einen Fragebogen zu den Themen Schule und Beruf, Zusammenleben, Kommunikation und Technik sowie Umwelt. 233 Kindern gaben darauf ihre Antworten.

Die drei Schülerinnen Sarah (12), Denise (11) und Melanie (10) haben die Fragen mitentwickelt. Wie es sich für Wissenschaftler gehört, halfen sie auch die Antworten in die Computer einzutippen und auszuwerten. Sarah schlüpfte im Seminar zum ersten Mal in die Rolle einer Lehrenden. „Das war sehr aufregend, anfangs war ich nervös und habe gezittert. Aber es hat schon Spaß gemacht.“ – „Ja, weil du eine von uns bist,“ sagt Denise und stupst ihre Freundin an.

Freude am Beruf

Die Mädchen sind befreundet und kennen einander von den Kursen der Kinderuni, die sie immer Anfang der Sommerferien besuchen. Jetzt sitzen die drei an einem Besprechungstisch im Kinderbüro Wien und berichten von den Ergebnissen des Fragebogens. Demnach wollen 88 Prozent der befragten Kinder in ihrem Beruf Spaß haben. Geld zu verdienen ist nur der Hälfte wichtig. Eine ganz besondere Bedeutung hat das Internet: Die Kinder sind überzeugt, dass es Menschen in Zukunft noch mehr zusammenbringt, sie sich dadurch verständigen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen können. Gefragt nach Erfindungen für die Zukunft nennen die Kinder fliegende Roboter oder ein Gedankentelefon.

Sarah hofft indes, dass im Jahr 2033 weniger Menschen an Armut leiden. Und sie fordert einen respektvolleren Umgang. „Es ist nicht schwer , ein bisschen freundlicher zu sein und aufeinander Rücksicht zu nehmen.“ Denise wünscht sich eine saubere Umwelt und hofft, dass die Menschen weniger wegschmeißen und mehr recyclen. „Und sie sollen keine Kaugummis auf den Boden spuken“, wirft Melanie ein. Die Zehnjährige möchte, dass die Menschen weniger streiten und besser zusammenleben. Einen Wunsch, den die drei Mädchen teilen: Alle Kinder sollen weltweit Zugang zu Bildung bekommen.
Mit den Ergebnissen ihrer Umfrage wollen die Kinder Wissenschaftler und Unternehmer ansprechen. „Es ist wichtig, dass wir über die Zukunft nachdenken. Erwachsene sollen uns zuhören , weil wir einen anderen Blickwinkel haben“, sagt Sarah. Sie kritisiert, dass viele Kinder Angst haben ihre Meinung zu äußern, weil „uns Kinder immer gesagt wird, wir müssen still sein und zuhören.“ Melanie ist der gleichen Meinung. „Eltern wollen, dass man ihnen zuhört. Vielleicht sollten sie uns einmal zuhören und neu dazulernen.“
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