Kiku
05.12.2011

Poetisches Bild-Konzert

AVASPO aus Litauen mit Musik, Gedichten und Animationen im Wiener MuseumsQuartier

Auch wenn manche Passage zum Mitwippen, manches Mal sogar zum Mittanzen einlud, ja fast herausforderte, der Auftritt von AVASPO ist ein Kunsterlebnis in mehreren Dimensionen. Die Musik ist nur eine. Gleichwertig mit den poetischen Texten und den künstlerischen Bildern, Animationen, Visuals.

Österreich-Premiere

Zum ersten Mal war die Gruppe, deren Name Audi Visuelle Schlange (Asp) der Poesie bedeutet, aus der litauischen Hauptstadt Wilnius Österreich zu Gast, in der Ovalhalle des Wiener MuseumsQuartiers zur Eröffnung des Frame Out-Filmfestivals.
Große Themen wie Krieg und Frieden sind ebenso Inhalte von Nummern wie Fotografieren (einschließlich der Frage von Überwachung, des Festhaltens in allen möglichen Situationen) oder das Philosophieren über den Wechsel des Kanals - nicht unhinterfragtes Zappen, sondern bewusste Entscheidungen.

Gemeinsames Improvisieren

Vor drei Jahren entstand die Gruppe - ziemlich zufällig. Frontsängerin Gabriele Labanauskaite wurde gefragt, aus ihren Gedichten ein Buch zu produzieren. "Ich wollte aber eine CD oder DVD machen, weil ich sie mit Bildern untermalen und vertont haben wollte. Als der Verlag zustimmte, habe ich Musiker_innen gesucht und gefunden: Vladas Dieninis, Rytis Koreniukas, Pavel Kostiukov and Aivaras Ruzgas", erzählt sie dem Online-KiKu und setzt fort: "Dann haben wir die DVD produziert. Auftritte hatten wir da noch gar keine. Auch nicht geplant. Das ergab sich dann erst später, als wir eingeladen wurden, unser "Buch" sozusagen live vorzustellen. Erst da erarbeiteten wir eine Bühnen-Show."
Okeano (There Is No Ocean) hieß das erste Album, das zweite, Ende des Vorjahres veröffentlicht: Niagara. "Wir erarbeiten neue Nummern gemeinsam. Manchmal bringe ich Gedichte mit, aber oft improvisieren wir fast alles gleichzeitig - Texte, Musik und die Visuals."