Kiku
05.12.2011

Pimp my Luck

Witzige Version von "Hans im Glück" im Wiener Rabenhoftheater

An ein Computerspiel erinnert die Musik mit der diese Version von Hans im Glück" im Wiener Rabenhoftheater (in Zusammenarbeit mit dem Theater der Jugend) startet. Flott und teils recht witzig wird die bekannte Geschichte vom jungen Schneider erzählt, der nach sieben Jahren ausgelernt hat, den meister verlassen und nach Hause zu seiner Familie zurückgehen darf. Eine leicht tussig-dämliche alles verwechselnde Frau des Meisters händigt ihm statt des Geldbeutels gleich einen ganzen Goldklumpen aus. Der wird ihm zu schwer, glücklich tauscht er ihn gegen ein Pferd, dieses… und so weiter, bis er am Ende nichts hat und unbeschwert nach Hause ziehen kann.

Für die meisten Lacher...

... sorgt ein dümmlicher Polizist, der das ganze Stück hindurch auf der Suche nach einem Gänsedieb ist. Er taucht jedes Mal auf, wenn er das Wort Gans oder das fast genau so klingende ganz hört.
Neu in dieses Spiel eingebaut ist ein Spieler in gold glänzendem Anzug, der alle immer zu recht eigenartigen Wetten überreden will, um sie dann zu besch… Pferdebemmerl- oder Kuhfladen-Roulette und so weiter.
Ein bisschen mehr hätte die Geschichte noch gegen den herkömmlichen Strich gebürstet werden können. Der Hans steigt ja fast immer als der Blöde aus, der zu seinen Ungunsten tauscht. Aber nur, wenn ausschließlich materielle Werte zählen. Das wird hier zwar stark abgeschwächt, aber dennoch als der Erleichterte, dem's mehr aufs Glücklichsein als aufs Haben ankommt, steht er dennoch nicht da.

Infos

Hans im Glück
Pimp my luck

Es spielen: Sonja Romei, Paul König, Berhard Majcen, Michael Schusser
Buch: Gregor Barcal und Alex Scheurer
Regie: Roman Freigaßner
Musik: Josch Russo und Markus Dohelsky
Bühnenbild: Isidor Wimmer
Kostüme: Caterina Czepek