Leben | Kiku 05.12.2011

Petition gegen Gewalt in der Schule

Initiative der Salzburger Kinder- und Jugendanwaltschaft

Mobbing und Gewalt sind längst Realität an (Salzburgs) Schulen, beginnt die Kinder- und Jugendanwaltschaft (KiJA) dieses Bundeslandes ihren Aufruf für eine Petition gegen beides. "Für Prävention und Hilfe fehlen jedoch vielfach die Ressourcen. Das ist fahrlässig und widerspricht den Kinderrechten!"

In der Folge nennt die KiJA die Forderungen, die mit der Petition untersützt werden mögen:

1. Alle Schulen müssen dazu befähigt werden, Gewaltprävention innerhalb des Systems Schule selbst zu leisten. Krisenteams und Schulsozialarbeit an jedem (größeren) Schulstandort sind notwendig.
2. Alle Kinder und Jugendlichen müssen eine kompetente Ansprechperson zum Thema Mobbing und Gewalt im schulischen und außerschulischen Bereich zur Verfügung haben.
3. Installierung einer neutralen, außerhalb der Schule stehenden, Mobbingstelle für Kinder und Jugendliche.

Zur Petition

Die Petition "Recht auf Schutz vor Gewalt kann online unterzeichnet werden (siehe Link unten).
Außerdem können Unterschriftenlisten ausgedruckt und bis zum 15. Februar 2012 an die kija Salzburg zurückgeschickt werden. Am 15. Februar 2011 wurde das Kinderrecht auf Schutz vor Gewalt in der österreichischen Bundesverfassung verankert.
Seither ist das Recht auf Schutz vor physischer und psychischer Gewalt auch in der österreichischen Bundesverfassung verankert. Tatsächlich sind Mobbing und Gewalt im Klassenzimmer - neben der leider immer noch häufig alltäglichen Gewalt in der Erziehung - kein Einzelfall, sondern betreffen beinahe jede Schule mit SchülerInnen in der Altersgruppe von zwölf bis 17 Jahren.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011