Leben | Kiku 14.03.2018

„Monkey Dreams“: Tänzerische Spiele

Szenenfoto aus "Monkey Dreams" © Bild: Rainer Berson

„Monkey Dreams“ – eine Koproduktion aus drei Ländern (Niederlande, Schweiz, Österreich) – derzeit im Dschungel Wien.

Vielleicht mögen manche Bewegungen des einen oder der anderen Tänzer_innen an die von Affen erinnern. Wahrscheinlicher ist es die Verspieltheit des Tanztrios aus Österreich, den Niederlanden und der Schweiz (Rino Indiono, Viviana Fabiano und Misato Inoue) in dieser knappen Stunde, die dem Stück den Titel „Monkey Dreams“ gab. Ohne wirkliche Worte – im letzten Viertel beginnen die drei über die Kommunikation mit ihren Bewegungen zunächst tierähnliche Laute von sich zu geben, die sich zu einer Art Kunstsprache steigern.

Szenenfoto aus "Monkey Dreams" © Bild: Rainer Berson

Spielerische Solotänze, erweitert durch Entdeckungstour, immer weitere Kreise auf der Bühne ziehend, Mischungen aus Neugier und Angst beim Wahrnehmen des/der anderen. Vorsichtige Annäherung, gegenseitiges „Beschnuppern“ bis hin zum gemeinsamen Spiel der drei Tänzer_innen miteinander. Dazu verwenden sie neben den eigenen Körpern einige wenige Objekte – Styroporquader, an einer Seite offene Würfel, einen Autoreifen und vor allem auch einen Mantel, aus denen sie wie Kinder im Spiel alles Mögliche erschaffen – Mauern, Türme, Brücken, Verstecke, Tierhäute...

Szenenfoto aus "Monkey Dreams" © Bild: Rainer Berson

Vielleicht hätte eine Kürzung des fantasievollen tänzerischen Spiels der Koproduktion der drei Tanzgruppen/Theaterhäuser - Dschungel Wien (A), De Stilte ( NL), T42dance (CH) – nicht geschadet. Ab dem letzten Viertel ließ – trotz der spannende, neuen Momente wie der erwähnten Lautsprache – die Konzentration der Kinder deutlich nach.

Was? Wer? Wann? Wo?

Szenenfoto aus "Monkey Dreams" © Bild: Rainer Berson

Monkey DreamsDschungel Wien (A), De Stilte (NL), T42dance (CH)Tanztheater, eine Stunde; ab 6 J.

Konzept, Choreografie: Corinne Eckenstein (Dschungel Wien, A), Jack Timmermans (De Stilte, NL), Félix Duméril (T42dance, CH) Choreografie, Tanz: Rino Indiono (A), Viviana Fabiano (NL), Misato Inoue (CH) Musik: Simon Ho (CH) Kostüm: Wika Czakon (NL) Produktion: Fariba Mosleh (A)/Irma Bouwman (NL)/ Thomas Péronnet (CH)

Szenenfoto aus "Monkey Dreams" © Bild: Rainer Berson

Wann & wo?Bis 18. März 2018Dschungel Wien, 1070, MuseumsQuartierTelefon: (01) 522 07 20-20www.dschungelwien.at

( kurier.at , kiku-heinz ) Erstellt am 14.03.2018