Mein Nunchaku Sommer-Workshop

Kopie von Kwan Ki Do
Foto: Petra Harranth Die Jung-Reporterin samt ihrer "Waffe"

Jungreporterin berichtet über ihren Selbstverteidigungskurs mit Nunchaku.

Hallo, mein Name ist Angelina, ich habe vor 5 Jahren mit „Qwan Ki Do“, vietnamesischem Kung Fu und vor zwei Jahren auch mit dem Waffentraining begonnen. Dabei habe ich mich gleich auf Nunchaku (gesprochen „Nuntschako“) spezialisiert. Es hat auch Bong gegeben, das ist nur ein langer Stock. Die geschickteren Kinder durften aber schon mit den Nunchaku beginnen.

Einst Dreschflegel

Kwan Ki Do Foto: Petra Harranth Heute möchte ich gerne über meinen Nunchaku – Workshop berichten. Vielleicht kennst du diese Waffe aus Kung Fu Filmen (z.B. mit Bruce Lee), denn ein Nunchaku ist eine Schlagwaffe, die man bei Kung Fu verwendet. Ursprünglich ist sie eine traditionelle Bauernwaffe, die als Dreschflegel benutzt wurde. Diese Waffe wird auch „Long Gian“ genannt und ist ziemlich gefährlich (Bild). Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Mein Long Gian besteht aus 2 schwarzen Schaumstoffstäben, welche durch zwei Schnüre miteinander verbunden sind.

Da ich jetzt Sommerferien habe, in Übung bleiben will und auch immer wieder gerne neue Dinge dazu lernen möchte, habe ich mich spontan entschlossen, bei Huan Su Barbara Hinterberger (so lautet ihr Titel), der Leiterin von Qwan Ki Do-Deutsch Wagram, zur Wiederholung, Übung und Vertiefung diesen speziellen Co Vo Dao (Waffen)-Workshop zu machen.  

Huan Su Barbara (28) betreibt schon 10 Jahre lang Kampfkunst, sie hat den II. Dang in Qwan Ki Do. Der höchste Dang ist der siebente – geschrieben werden sie in den römischen Ziffern. Auch ihre erste Waffe war Long Gian, jetzt beherrscht sie auch noch den Umgang mit Schwalbenmessern und dem Holzschwert.

10.000 Übungsstunden

Kwan Ki Do Foto: Petra Harranth Um die Nunchaku-Kunst zu erlernen, brauchst du vor allem Konzentration, Aufmerksamkeit, Geschick und viel Übung!!! Eine Regel besagt, dass man mindestens  10.000 Übungsstunden braucht, um eine Waffe gut beherrschen zu können! (Das wird übrigens auch über Musikinstrumente gesagt.) Huan Su Barbara übt dafür 2 Mal pro Woche, wobei mindestens 1 Mal in der Woche notwendig ist, um nicht wieder alles zu vergessen!

Zu Beginn des Workshops haben wir Aufwärmübungen mit der Waffe gemacht und die sogenannte Basis im Umgang mit dem Nunchaku wiederholt, denn um Long Gian perfekt zu beherrschen, braucht man unbedingt eine gute Basis, auf die man aufbauen kann! Diese Übungen benötigen sehr viel Konzentration, Geschick und Feingefühl.  Es ist zum Beispiel gar nicht so einfach, den Nunchaku hoch zu werfen, sich einmal um die eigene Achse zu drehen und ihn dann wieder auf zu fangen. Erst danach kamen wir zu verschiedenen Abwehrübungen mit einem Partner. Dieser Teil war für mich besonders interessant, denn ich finde es sehr wichtig zu wissen, wie ich mich Angreifern gegenüber verteidigen kann. Dabei habe ich wieder neue Tipps und Tricks dazu gelernt und es hat mir richtig Spaß gemacht!

Dieser Workshop war für mich sehr lehrreich, spannend und natürlich mega cool! Ich freue mich schon auf das nächste Training!!!

Kwan Ki Do Foto: Petra Harranth Einen Tipp noch zum Abschluss: Solltest du dir einen Nunchaku zulegen wollen, achte darauf, dass die Größe passt, d.h. die Stäbe nicht länger, als der Abstand von deinem Handgelenk bis zum Ellbogen sind und die Schnur zwischen den beiden Stäben nicht länger als deine Handbreite ist.
Und denk immer daran: „Übung macht den Meister/die Meisterin!“
Angelina Harranth, 10

(kiku / A.H.) Erstellt am
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