Filmisches Loblied für den gemeinen Schulsessel

Media Literacy Award (MLA): Die besten Medienprojekte von Schülerinnen und Schülern werden bei einem kleinen Festival – zum 17. Mal – ausgezeichnet. Fotos und drei Videos.

Gespräche nach den beiden Filmen "Contrast" und "Part Of" mit denjungen Filmemacher_innen Gespräche nach den beiden Filmen "Verblassung" und "Taste of Love" mit den jungen Filmemacher_innen Adnan Berhanu, Patrick Dang, Leonora Halili und Rilinda Dedushaj vertreten ihre Klasse aus dem BRG Landwiedstraße (Linz). Alle gemeinsam hatten im vergangenen Schuljahr einen Film zum Thema unterschiedlichster Grenzen gedreht Raphael Siegl und Sebastian Poimer vom BRG Fadingerstraße (Linz) interviewen Bildungsministerin Sonja Hammerschmid für Radio FRECH.

Zehn professionell gemachte Kurzfilme, die Anliegen transportieren, Witz und Humor haben und/oder zum Nachdenken anregen waren am Eröffnungsabend des MLA, des Media Literacy Awards des Bildungsministeriums zu sehen. Zum 17. Mal werden im Rahmen eines kleinen Festivals die besten Medienprojekte von Kindern und Jugendlichen, die in Schulen entstanden sind, ausgezeichnet. 22 Preise insgesamt werden beim MAL vergeben, 21 von einer Jury, einer vom Publikum. Insgesamt waren mehr als 500 mediale Projekte – von Radiosendungen, Poetry-Slams und Druckprodukten bis zu Filmen und Multimedia-Darstellungen eingereicht worden.

Große Bandbreite

statuen.jpg Foto: Heinz Wagner Der Bogen der zehn Film am ersten Abend eröffnete dabei schon die Bandbreite. Da war ein Stop-Motions-Trickfilm aus handgemalten Zeichnungen („Insomnia“ aus der HBLA für künstlerische Gestaltung), die künstlerisch beeindruckend dargestellte Prüfungsangst („Phi“, BORG Hegelgasse 12) oder ein assoziativer Zeichentrickfilm zum Thema Flucht („Tränen“, HLW Deutschlandsberg). Bildstark und akustisch begreifbar ist die Auseinandersetzung mit dem Gegensatz von Stadt und Natur („Contrast“, Soukromá středni průmyslová škola (Tschechien). Sehr farbkräftig und intuitiv illustriert „Taste of Love“ (HBTLVA Ortwein, Graz) Sinnlichkeit anhand von Früchten.  Optisch spannend und vor allem hintergründig mit einem Schuss Humor huldigt „Verblassung“ (HBTLVA Ortwein, Graz) einem schulischen Alltagsgegenstand, der der Meinung der jungen Filmemacher_innen zufolge viel zu wenig gewürdigt wird: Dem gemeinen Schulsessel. Tausende Stunden wird er von Kinder und Jugend-Hintern be-sessen und doch kaum entsprechend gewürdigt.

Junge Künstler_innen

laura_kamhuber1.jpg Foto: Heinz Wagner Vor den ersten zehn Filmen traten jungen Künstler_innen – Sängerin Laura Kamhuber, Hip-Hop- bzw. Urban-Dancer ChrisCross und Singer-Songwriter Helmut Rhode auf. Die Bildungsministerin Sonja Hammerschmid verwies darauf, dass schon derzeit in Hunderten Schulen mediale und digitale Kompetenz vermittelt werde – erstmals findet der MAL im Rahmen einer österreichweiten Woche der Medienkompetenz statt. Über Chancen und Gefahren (neuer) Medien gab’s eine kurze Lecture mit der Netz-Expertin und Journalistin Ingrid Brodnig und dem Medien-Wissenschafter Josef Seethaler.  

www.mediamanual.at

Videos...

... von den Auftritten der jungen Künstler_innen

(kiku) Erstellt am
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