Leben | Kiku 28.01.2013

Mädels „schnuppern“ Technik-Luft

200 Mädchen schauten sich mit FiT (Frauen in die Technik) in technisch-naturwissenschaftlichen Studienrichtungen um

Mädchen schnuppern in Technik-Studien
© Bild: FiT_Sprungbrett_Brigitte Gradwohl
Vor den Semesterferien waren wieder rund 200 Schülerinnen höherer Schulen in Wien im Rahmen der FIT (Frauen in die Technik)-Infotage unterwegs, um sich an verschiedenen Standorten von Unis und Fachhochschulen anzuschauen, welches Studium für sie in Frage kommen könnte. Führungen, Experimente, Vorlesungen und Laborübungen standen auf dem Programm. Ausprobieren, persönliche Gespräche und realistische Blicke in die Bildungsinstitutionen sollen bei den Schülerinnen das Interesse für ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium wecken bzw. festigen.

Am Montag Vormittag besuchten die Oberstufenschülerinnen die Infomesse an der Technischen Uni Wien, um zu gustieren, wohin es sie zieht. Am Nachmittag sowie den ganzen Folgetag wurden sie zur BOKU, zum FH Technikum Wien oder zum FH Campus Wien oder an die Technischen Universität begleitet.

Zu wenig Frauen

Mädchen schnuppern in Technik-Studien
© Bild: FiT_Sprungbrett_Brigitte Gradwohl
Bei Studienrichtungen wie Physik, Mathematik, Meteorologie, Holz- und Naturfasertechnologie, Bauingenieurwesen, Vermessung und Geoinformation, Informatik, Maschinenbau, Raumplanung, Elektrotechnik, Technische Chemie u.v.m. sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. FIT stellt technische und naturwissenschaftliche akademische Ausbildungen als interessante und zukunftsweisende Berufswege vor. Große Unternehmen wie Knowles Electronics, Verbund oder die Österreichischen Bundesforste AG präsentieren sich als attraktive mögliche Arbeitsstätten für Absolventinnen aus der Technik und laden die Teilnehmerinnen von FIT ein, reale Arbeitswelten kennen zu lernen.

Zukunftsfragen

Viele Mädchen kommen aus Niederösterreich und aus dem Burgenland, natürlich auch aus Wiener Schulen, um sich mit ihrer Zukunft zu beschäftigen. FIT ist ein Programm, das die Chancen von Frauenkarrieren im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich verbessern will und auch Schülerinnen stärkt, ihre Potentiale zu nützen.

www.fitwien.at

Bild3: Ein sechs-gelenkiger Industrieroboter wird über Joystick bewegt.
Bild2: Im Workshop biomedical engineering wird ein Käfer am Elektronen-Mikroskop berachtet, dieses wird mit den Reglern bedient und am Computermonitor angesehen.

Was könnte ich werden? Eine wichtige Lebensentscheidung.

Im Rahmen der Berufs- und Studien-Informationsmesse findet diesmal am 7. März auch eine Diskussion der Reihe "Standpunkt" statt. Dabei diskutieren Schülerinnen und Schülern mit Fachleuten Themen, die sie selber interessieren (die Themen werden aus Vorschlägen genommen, die Jugendliche nach den Diskussionsrunden in eine Box werfen).

Diesmal dreht sich alles um Fragen wie:
Wie finde ich den idealen Job? Lerne ich dazu genug in der Schule, welche Berufe es gibt? Und wenn nicht, wo und wie komm ich an die richtigen und wichtigen Informationen? Wie komm ich überhaupt drauf, was ich kann und welcher Beruf zu mir passt? Muss und soll ich mich darauf einstellen, viele verschiedene Berufe und Fertigkeiten im Laufe meines Lebens zu erlernen?

7. März, 10 bis 11.30 Uhr
Telefon: (01) 523 87 65
www.kulturkontakt.or.at

( kiku ) Erstellt am 28.01.2013