Leben | Kiku 17.01.2012

Lernen sollte mit Lachen beginnen

Zehn Tipps gegen Schulangst - vom LernQuadrat

Die gute Nachricht: Schulangst kann man – wenn sie rechtzeitig als Ursache von Leistungsschwächen erkannt wird – gezielt und erfolgreich bekämpft werden. "Positiv denken, Selbstvertrauen vermitteln und sich viel Zeit für gemeinsame Gespräche nehmen sind die Grundvoraussetzungen", rät Konrad Zimmermann, Chef der fünf Dutzend LernQuadrate. Oft gilt es für die Eltern aber auch, die eigenen Erwartungen zu hinterfragen und auf Vergleiche mit besseren Schüler_innen zu verzichten, um nicht unnötig Druck aufzubauen.

Hilfreich ist es auch, das offene Gespräch mit Lehrenden und Nachhilfelehrer_innen zu suchen und im Fall des Falles professionelle jugendpsychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

"Lernen sollte immer mit Lachen beginnen", ist Nachhilfe-Praktiker Zimmermann überzeugt. So schwierig das unter den herrschenden Rahmenbedingungen im Schulunterricht auch sei. Wer entspannt und zuversichtlich an das Lernen herangehen könne, für den werde auch die Schule nicht zum "Angstfaktor" werden.

10 Tipps gegen Schulangst

Kinderuni - in den Ferien - und Lernen macht Spaß
© Bild: Heinz Wagner

1. Ursachen klären

Zuerst einmal gilt es herauszufinden, wovor sich der Jugendliche konkret fürchtet. Die eigene mangelnde Leistung, einzelne Lehrer, die Blamage vor den Mitschülern, der Tadel der Eltern ...?

 

2. Positiv denken

So lange die Gedanken immer nur um mögliche Misserfolge kreisen, wird die Angst verstärkt und die Leistung geschwächt. Besser: Ja, du schaffst es ...

 

3. Selbstvertrauen geben

Lob und Anerkennung auch in anderen Bereichen stärken den Glauben des Jugendlichen an sich selbst und damit zugleich seine Leistungsfähigkeit in der Schule.

 

4. Gemeinsam vorgehen

Ausführliche Gespräche mit den Lehrern helfen, angstauslösende Faktoren zu erkennen. Wichtig: auch den Elternsprechtag dafür gut nützen!

 

5. Zeit nehmen

Die Wünsche, Befürchtungen und Beschwerden des Schülers sollten immer ernst genommen werden. Und sie gehören ausführlich und in aller Ruhe besprochen.

 

6. Vergleiche vermeiden

Jeder junge Mensch ist auf seine Art wertvoll. Andere ständig als Vorbild dargestellt bekommen, hilft auf dem Weg der Bekämpfung von Schulangst ganz und gar nicht weiter.

 

7. Erwartungen hinterfragen

Zu hoher Leistungsdruck und Strafandrohung behindern nicht nur das Lernen, sondern fördern auch die Versagensängste.

 

8. Relax ...

Manchmal lassen sich Ängste auch durch gezielte Entspannungsübungen gut bekämpfen, beispielsweise durch Techniken des autogenen Trainings, Fantasiereisen etc.

 

9. Profis beiziehen

Lassen sich Schulängste auf Dauer nicht beseitigen, ist es keine Schande, die professionelle Hilfe eines Jugendpsychologen in Anspruch zu nehmen.

 

10. Veränderungen anstreben

Liegen die Probleme vor allem im Umfeld des Schülers, kann ein Klassen- oder Schulwechsel zum Angstabbau beitragen.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Kommentar

  • Tipp

( Kurier ) Erstellt am 17.01.2012