Kleine Briefe aus dem Himmel

Schneeflocken
Foto: Grafik

Schneeflocken Foto: Grafik Ein Brief und eine Schneeflocke haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Ein japanischer Schneeforscher sieht das ein wenig anders.  Professor Teisaku Kobayashi untersucht an der Universität von Sapporo in Japan Eiskristalle. Er kann aus ihren Formen einzelne Geschichten herauslesen, genauso wie bei einem Brief.
Wie das funktioniert?
Nun, auf ihrem  Weg durch die Wolken, bis hin zum Boden verhaken  sich die Eiskristalle ineinander. Sie wachsen zu größeren Einheiten zusammen, den Schneeflocken. Dabei fliegen sie durch verschiedene Temperaturzonen und Luftströmungen. Diese verleihen jedem  Kristall eine einzigartige Form. Anhand dieser erkennt der  Professor  in welcher Luft- und Temperaturzone sie entstanden sind. Dabei gilt: Je höher die Temperatur wird, desto größer werden die Schneeflocken, denn durch die Wärme schmelzen die Kristalle und verkleben zu großen Flocken.  


Lärmschlucker

schnee Foto: Torsten Silz/dapd Fallen die frischen Schneeflocken zart vom Himmel, bedecken sie den Boden wie glitzernde Juwelen. In diesem Zustand  ist die weiße Pracht ein  wahrer Lärmschlucker. Töne laufen zwischen den Wänden der Kristalle hin und her und verlieren sich in dem Labyrinth aus Flocken. Auch die eigenen Schritte, wenn man   durch frisch gefallenen Schnee spaziert, bleiben lautlos. Für eine Schneeballschlacht oder, um einen  Schneemann zu bauen eignet sich  Neuschnee weniger.  Erst wenn er  ein paar Tage liegt, lässt er sich  gut formen. Tipps, wie dir der Mann aus Schnee am besten gelingt, erfährst du in der Geschichte unten.

Infos

Kaltes Wissen

Pionier I:  Wilson Alwyn Bentley (1865-1931) gelang es 1885 als erste, Menschen, Schneekristalle  unter dem Mikroskop zu fotografieren.  Die Technik   brachte sich der Amerikaner, der  als Farmer arbeitete  selbst bei.
5.000 Kristalle: So groß ist die Foto-Sammlung Bentleys. Mehr als die Hälfte dieser Bilder veröffentlichte er 1931 in dem Buch  „Snow Crystals“.
Pionier II: Kenneth Libbrecht ist Physiker und forscht über Schneekristalle. Auf seiner Website  (snowcrystals.com) sieht man Fotos  von erstaunlichen Schneeflocken.

Tipp

Wie du eine gute Schneefigur baust

schnee Foto: Armin Weigel dpa/lby Auf den Schnee kommt’s an: Frisch gefallen, ist er pulverig und lässt sich schwer zu einer Kugel formen, da er zerfällt. Besser eignet sich Feuchtschnee, der  einige Tage liegt.

Rollen, rollen, rollen: Für den Körper des Schneemanns brauchst du drei unterschiedlich große Kugeln. Für alle Teile gilt die Grundregel:  Forme zuerst eine kleine Kugel und rolle sie durch den Schnee,  sodass sie immer größer wird. Der untere Rumpf muss am größten sein. Dann kommt der mittlere Teil und zum Schluss der Kopf. Er soll die kleinste Größe haben.

Gib ihm ein Gesicht: Nun bekommt der Mann aus Schnee ein Gesicht. Für die Augen nimmst du am besten kleine Steine, Holzstücke oder Knöpfe. Bei  Schönwetter macht sich   eine Sonnenbrille gut.   Wenn schon in der Sonne schmelzen, dann bitte mit Stil! Damit er  ein Näschen hat, steckst du ihm  eine Karotte an, alternativ bieten sich  Tannenzapfen oder Äste an. Die kannst du auch verwenden, um ihm seitlich ein paar Arme anzustecken. Ein Lächeln zauberst du dem Schneemann mit Steinen oder Knöpfen ins Gesicht. Gut behütet wird sein Köpfchen von Haube, Hut, Kochtopf oder wie wär’s mit einem Kranz aus Blättern? Wer seinen Schneemann  modisch aufputzen will, tut dies mit einem Schal. Anzug oder Jacke kannst du mit  Knöpfen andeuten.

(Kinder-KURIER) Erstellt am
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