Eine gemeinsame Baumpflanzaktion im Herbst des Vorjahres in Krems - die Kinder und Jugendlichen hatten am Vortag eine Akademie zu Fragen von Klimagerechtigkeit und -wandel mit Felix Finkbeiner

© Heinz Wagner

Kinder & Jugendliche
10/15/2014

Bäume pflanzen und Restl verwerten

Ideen und Aktionen von Kindern und Jugendlichen für Nachhaltigkeit. Schulbewerb gegen Lebensmittelüberschuss.

von Heinz Wagner

Wir müssen in dieser Welt leben, das ausbaden, was ihr tut oder nicht tut. Hört auf zu reden, Konferenzen zu machen, bei denen nur heiße Luft abgesondert wird. Fangt an zu handeln, beispielsweise mit jenen „Maschinen“, die uns noch eine Atempause verschaffen, indem sie den lebensnotwendigen Sauerstoff produzieren. Diese „Maschinen“ sind Bäume."
So auf den Punkt gebracht formulieren Kindern und Jugendliche der Initiative „Plant for the Planet“ ihre Forderungen. Sie tun auch etwas dafür. 13 Milliarden Bäume wurden ausgehend von dieser Initiative schon weltweit gepflanzt. 1000 Milliarden ist das nächste Ziel.

Aktionen

Bei vielen ihrer Auftritte rufen Aktivistinnen und Aktivisten zum Handeln auf. So gab es im Festsaal der Sophiensäle bei der Gala des internationalen Sustainable Entrepreneurschip Awards einen Stand von "Plant for the Planet". Nelli Krause (16) und Annalena Schuh (14) boten den Gästen „Gute Schokolade“ an und informierten sie über die Aktionen der Initiative. Für fünf verkaufte Tafeln der unter fairen Bedingungen hergestellten Schokolade wird je ein Baum gepflanzt.

Ein Abend: 5.664 Bäume

Felix Finkbeiner, mittlerweile 17, der mit 9 Jahren den Anstoß zur Gründung von Plant for the Planet gab, wurde eingeladen, die Hauptrede bei der Gala zu halten. Er kündigte dabei an, im kommenden Jahr werde es vor der nächsten internationalen Klimakonferenz ein Treffen Jugendlicher aus aller Welt geben, um ein Manifest zu erarbeiten, das den „Großen“ als Auftrag übergeben werde. Am Ende forderte er die Anwesenden auf, ihre Visitenkarten zu nehmen, auf die Rückseite drauf zu schreiben, wie viel Geld sie für Baumpflanzungen spenden. Geld für 5.664 Bäume kamen letztendlich tatsächlich zusammen.

Schulprojekte gegen Lebensmittelüberschüsse

Nachhaltig wäre es auch, wenn nicht Lebensmittel im Wert von jährlich rund 300 Euro pro Haushalt in Österreich weggeworfen würden. Eine große Supermarktkette (Hofer) startete nun einen Schulwettbewerb unter dem Motto „Mir schmeckt’s restlos“.

Gemeinsam mit der Bildungsagentur sucht der Diskonter die besten Schulprojekte für kreative „Restl“verwertung (vom Anlegen eines Schul-Komposthaufens bis zum selbst gestalteten Restl-Kochbuch), Einkaufsplanung und Bewusstseinsbildung.

Mitmachen

Mitmachen können alle Klassen der fünften bis achten Schulstufe – bis 17. April 2015.
Die fünf besten und effektivsten Initiativen werden Anfang Mai 2015 von einer Fachjury mit jeweils 1.000 Euro prämiert, wovon die Hälfte in die Klassenkasse und die anderen 500 Euro an eine von den Klassen genannte soziale Einrichtung gehen.

Mehr Infos sowie kostenloses Unterrichtsmaterialen mit Fakten
http://www.lehrer.at/mirschmecktsrestlos

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