Aus dem Clip „Stoppt den Hunger“ aus dem BORG Dornbirn Schoren (Vorarlberg)

© BORG Dornbirn Schoren

Jugendliche Video-Clips
03/07/2017

Jugendliche Video-Clips - Erde oder Ende?

„Die Welt auf meinem Teller”: Jugendliche produzierten fast vier Dutzend Video-Clips zum Thema Ernährung und Umgang mit den Ressourcen der Erde.

von Heinz Wagner

Ein wohlgenährter Junge steht in einer winterlichen Landschaft und mampft eine prall gefüllte Semmel. Plötzlich taucht eine Schrift auf: 1 Kind, nach ein paar Sekunden 2 Kinder... bis zur Zahl 7. Dann tauch auf schwarzem Hintergrund weiße Schrift auf – dazu kommt eine Stimme aus dem Off, die den Text auch vorliest. Aussage: Alle 6 Sekunden verhungert ein Kind auf der Welt. Durch den Klimawandel wird die Situation verschlimmert. Dieses einminütige Video unter dem Titel „Stoppt den Hunger“ wurde von Jugendlichen aus 6. und 7. Klasse im Wahlpflichtfach Ökologie des BORG (BundesOberstufenRealGymnasium) Dornbirn Schoren (Vorarlberg) produziert. Nach der Nennung der Fakten blendet die Kamera übrigens auf eine schneebedeckte Bank auf die ein gutes Stück der Semmel, die dem Mampfer offenbar zu viel war, achtlos weggeworfen liegt.

Hunger, Nachhaltigkeit...

Es ist dies einer von 43 Kurzfilmen, die für den Bewerb „Die Welt auf meinem Teller”, eingereicht worden waren. Organisiert wurde der Video-Wettbewerb für 14- bis 25-jährige Filmemacher_innen vom entwicklungspolitischen Verein Südwind in Zusammenarbeit mit der schwedischen Botschaft und der Jugendgruppe des WWF „Generation Earth”. Der genannte Clip zählt noch dazu zu den vier besten, die von einer Fachjury ausgewählt und Anfang dieser Woche in der schwedischen Botschaft in Wien ausgezeichnet wurden.

Den Zusammenhang von – Missachtung von - Nachhaltigkeit und Hunger thematisiert auch das Video von Schüler_innen der HAK (HandelsAKademie) Landeck (Tirol). Regie führte Anna-Rosa Wallnöfer in Zusammenarbeit mit Benjamin Jörg, Katja Rossetti, Markus Gander, Simon Ladner und Sixtus Alber. Hier sind erst Piktogrammfiguren einiger Menschen zu sehen, dazu läuft ein englischsprachiger Text aus dem Off ab, der davon berichtet, dass aus Hungergebieten Menschen flüchten müssen. Für viele wäre das gar nicht notwendig, wenn die globalen Nachhaltigkeitsziele – jedes Land soll 0,7 % des BruttoNationalprodukts für Entwicklungszusammenarbeit geben – eingehalten würden. Die Figuren schwimmen plötzlich in einem Suppenteller, kommen auf den Löffel – und... „Wir könnten die erste Generation sein, die Hunger und Armut auf dem Planeten auslöschen...“, heißt es noch.

Plastik-Universum

Ein weiterer siegreicher Clip kommt aus dem Gymnasium Schwechat (NÖ). Schüler_innen der 8a haben dort vor allem die Plastikproduktion im Lebensmittelbereich aufs Korn genommen. Einkaufswagerl mit viel verpackten Lebensmitteln und dazu die entsprechenden Fakten.
Im vierten ausgezeichneten Video „R oder N“ zeigt Helena Detsch, Studentin an der Kunstuniversität Linz, davor, eine kleine kalte Mahlzeit – und den mengenmäßig deutlich größeren Abfall, der vom Tisch gewischt wird – in einen Mistkübel in der Form der Erde. Ende?!

Sieben der jungen Videokünstler_innen reisen im März nach Stockholm, um gemeinsam mit schwedischen Jugendlichen die „Earth Hour” zu feiern und Ideen für ein nachhaltiges Leben und klimafreundliche Ernährung auszutauschen.

17 Weltziele, EAThink, Licht aus fürs Klima

Zwei der vier Gewinner-Clips sind schon online zu sehen und zwar hier

Die beiden Videos „Stoppt den Hunger“ und „The world on my plate“ werden ab Mai 2017 über unterschiedliche Fernseh- und Videokanäle in ganz Österreich zu sehen sein.

2015 einigten sich die 193 Staaten der Vereinten Nationen auf 17 Weltziele (Sustainable Development Goals, SDGs), wie u.a. bis 2030 Armut und Hunger zu beenden und eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. An diesen Vision mitzuwirken war die Aufgabenstellung des Video-Wettbewerbs, der im Rahmen des europäischen EAThink-Projekts durchgeführt und von der EU gefördert wurde. Mehr dazu hier

Unter dem Motto „Licht aus für das Klima“ sind einmal im Jahr alle Menschen aufgerufen die Lichter auszuschalten, dieses Jahr am 25. März, zwischen 20.30 und 21.30 Uhr. Mehr dazu hier

... bei der Preisverleihung

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