"Stopp! Ich ziehe selber meine Grenzen um mich und komme, wenn bedrohte Kinder Hilfe brauchen..." - eine der jungen "Superheld_innen"

© Heinz Wagner

Junge "Superhelden" bringen Farbe in traurige Schicksale
04/23/2014

Junge "Superhelden" bringen Farbe in traurige Schicksale

Jugendliche aus Afghanistan, Syrien, Irak und Iran spielen "Superhelden" im Wiener OFF-Theater.

von Heinz Wagner

Im Hintergrund ein Netz mit gefühlten Hunderten schwarzen Luftballons. Sie werden gegen Ende des ungefähr einstündigen Stücks noch eine Rolle spielen. An der Seite an den Turntables ein DJ mit goldglänzendem Umhang. Auftritt der Karikatur eines Showmasters. Er ruft sieben jugendliche Schauspieler_innen auf die Bühne, lässt sie wie dressierte Pferde auftreten, im Kreis traben und einzeln Kunststückerln vorführen. Bis eine der Ross-Darstellerinnen mit ihrem „Trick“ den Moderator hinweg „zaubert“ und für ihre Kolleg_innen spricht: „Wir schaffen das alleine“. Immerhin wollen sie jetzt dem Stücktitel alle Ehre erweisen: „ Superhelden“.

Wasser, Farben, Sport...

Mit unterschiedlichen Kräften ausgestattet, aus den unendlichen Weiten des Universums kommend, im Wien-Versum gelandet, erzählen sie verschiedenste arge Geschichten, die durchaus auf wahren Begebenheiten in ihren Herkunftsländern – vor allem Afghanistan, aber auch Syrien, Irak und Iran – beruhen könnten. Bedrohten, entführten... Kindern und Jugendlichen kommt die eine Heldin oder der andere Held zu Hilfe. Der eine kann Wasser einsetzen, die andere dunkle Welten mit bunten Bildern befrieden.... Jede und jeder hat an den eigenen Vornamen ein -man, -woman oder -girl angehängt, der heldische Namen mit unterschiedlichen großteils halbmaskiertem Outfit.

Erarbeitet

„Die Geschichten haben wir selbst mitgebracht, wer welches Outfit hat, das haben sich Hanna und Sara, die mit uns gearbeitet haben, ausgedacht“, erzählen die jugendlichen Schauspielerinnen und Schauspieler, die in der Bildungswerkstatt Interface Deutsch lernen, dem Kinder-KURIER. Zwei Monate haben sie an dem Stück gearbeitet, das heftigst mit Applaus belohnt wurde. Roonak, deren heldische Kräfte in „magischen Bällen“ auf einem Helm liegen, hat schon in ihrem Herkunftsland Iran Theater gespielt, wie sie dem KiKu berichtet. Für sie kam das Projekt gerade richtig, „ich möchte gern weiter Theater machen“, hofft sie auch auf nicht unbedingt heldenhafte Rollen.

Superhelden Masters of the Wienverse

Konzept & Regie: Hanna Binder

Es spielen, singen und tanzen: Ali, Akbar, Delil, Fereshte, Noorya, Roonak, Shukria – Jugendliche der Bildungswerkstatt Interface

Dramaturgie: Toni Jessen Bühne: Sarah Strauss

Musik: Markus Steinkellner Video: Daniel Partke

Noch zu sehen

Am langen Tag der Flucht 26. September, 19.30 Uhr OFF-Theater; 1070, Kirchengasse 41

Freikarten an der Abendkassa Infos: (01) 26060-4048

http://tag.unhcr.at/

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