Kiku
02.06.2016

Solidarität geht durch Magen, Hirne und helfende Hände

100 Schulen aus 15 Ländern arbeiteten bei ACES (Academy of Central European Schools) ein Jahr lang in 42 grezüberschreitenden Projekten zum Thema Solidarität. Mehr als 250 Fotos, 3 Videos

Updates: 2. Juni 2016, 15.04, 15.47, 15.58, 18.47 Uhr: Weitere Fotos

Update: 2. Juni 2016, 19.01 Uhr: Kommentar hinzugefügt Update: 3. Juni 2016, 19.13 Uhr: Video - Solidarity4ever - hinzugefügt

Update: 3. Juni 2016, 21.35: Noch ein Video - solidarity 4 ever, von der Ceremony - hinzugefügt

Update: 3. Juni 2016, 23:50: Neue Fotos - von der Galanacht - hinzugefügt

Update: 3. Juni 2016, 01:42 Uhr: Neuer Beitrag über die Awards - samt rund 100 Fotos von den Sterne-Verleihungen und den artistischen Auftritten Jugendlicher davor

Solidarität – teile deine Geschichte (mit)! Dieses Motto stand über dem Abschluss des jüngsten Durchgangs der Projekte von ACES (Academy of Central European Schools, eine Initiative der ERSTE-Stiftung). Jugendliche und ihre Lehrkräfte von 100 Schulen aus 15 Ländern (von Österreich bis Moldau, von Tschechien bis Albanien) hatten in 42 Projekten grenzüberschreitend (jeweils zwei bzw. drei Schulen aus zwei bzw. drei Ländern) zum Thema Solidarität gearbeitet.

Die Palette der Projekte umspannte Kinder mit Behinderungen, schweren Erkrankungen, aus sozial benachteiligten Familien oder Volksgruppen, Obdachlose, Flüchtlinge, das Organisieren von gemeinsamen Lern-, Spiel- und Kulturaktivitäten, das sich auch körperlich Reinfühlen in Blindheit, Erlernen von Grundbegriffen der Gebärdensprache ... Apropos umspannen.

Unter dem selben Schirm

Mădălina, Beniamin und Gabi aus Moldau, Rumänien und Bulgarien, hatten auf ihre Präsentationstafel einen (halben) Regenschirm geklebt – als Symbol für ihr Projektmotto „unter dem selben Schirm“. Sie stellten Kontakt vor allem zu Waisenkindern her, sammelten Geld- und Sachspenden – und spendeten selber auch Zeit mit diesen.

Education - EduAction

Dem Stadt-/Landgefälle auch in Sachen Bildung widmeten sich zwei Schulen aus Serbien und Kroatien. Schüler_innen aus Städten betätigen sich als Peers, um Jugendliche am Land so zu unterstützen, dass sie eher in den Genuss weiterführender Bildung kommen können. Der Projekttitel Social EduAction war übrigens eine Folge eines Tippfehlers einer Projektlehrerin. „Ich wollte eigentlich Education (Bildung) schreiben... ;)“

Wasserfall statt Tropfen

Schulklassen aus Osijek (Kroatien), Szeged (Ungarn) und Slovenska Bistrica (Slowenien) kamen in ihrem Projekt drauf, dass es so manch andere Altersgenoss_innen gibt, die's weit schlechter haben als sie. Sie beschlossen, sich selber auch um Kinder mit Behinderungen oder sonst Ausgegrenzte zu kümmern, etwa Roma. Aber sie wollen es nicht bei den Projektmonaten bewenden lassen. Wir wollen nicht nur ein Tropfen (auf dem heißen Stein) sein, sondern zum Wasserfall werden, um mehr zum Positiven zu verändern.

Flüchtlinge und Obdachlose

Jana und Barbora, Erstere aus Steyr (HLW, )OÖ) und Zweitere aus Bratislava (Slowakei) wollten von Anbeginn auch als Gruppe etwas verändern. Für beide waren es aber im Projekt die ersten Begegnungen mit Flüchtlingen bzw. Obdachlosen. Beide geben stellvertretend für ihre Schulkolleg_innen zu, anfangs schon ein wenig scheu gewesen zu sein. Aber sowohl Schutzsuchende in Oberösterreich als auch Obdachlose in Bratislava waren sehr offen. Barbora trifft sogar den einen oder anderen Obdachlosen in ihrer Heimatstadt Bratislava. „Dann begrüße wir uns freundlich.“ Die oberösterreichische Schule brachte zusätzlich ins Projekt die Arbeit einer weiteren Klasse ein, die ein Kochbuch „Toleranz geht durch den Magen – von Riad über Damaskus bis nach Steyr“ mit Rezepten und zwei Fluchtgeschichten produziert hatte.

Vereint in Unterschieden...

... nannten zwei Schulen aus dem mazedonischen Skopje bzw. dem moldawischen Chisinau ihr gemeinsames Projekt. In dem arbeiteten sie nicht zuletzt mit Kindern mit Behinderungen, spielten und lernten mit ihnen.

Charlie, Mohammed, Roma

Kitty Anika, Niklas und Ana aus Budapest, Klagenfurt (HTL Mössingerstraße) und Zadar (Kroatien) hatten sich – der Terroranschlag auf Charlie Hebdo fiel in die Zeit der Projektausschreibung – den vielsagenden Titel gesucht: „We are Charlie, we are Mohammed, we are RomaSolidarität schließt jeden ein“. Nicht ums Ausgrenzen, aufeinander hetzen geht es, sondern ums menschliche Miteinander. Und deswegen arbeiten die Jugendlichen der drei Schulen mit Obdachlosen, Flüchtlinge und anderen benachteiligten Gruppen wie Roma. „Heute haben wir andere, realistischer Bilder über diese Menschen, weil wir sie als Individuen gesehen, mit ihnen geredet haben, nicht als anonyme Massen.“

Mensch sein

„Lasst uns Menschen/menschlich sein, es ist einfach!“, meinten die drei Jugendlichen aus einer Schule in Skopje (Mazedonien), Ljubljana (Slowenien) und Podgorica (Montenegro). Und sie zeigten's gleich bei der Präsentation vor, einer übersetzte das – natürlich auf Englisch – Gesagte in Gebärdensprache. „Ein paar Gebärden hat jede und jeder von uns gelernt. Wir wollen Brücken der Freundschaft aufbauen und Vorurteile, die Mauern zwischen uns sein können, überwinden!“

Solidarität geht durch den Magen

In Wien hatten die Jugendlichen dieses Projekts einer Wiener Schule (AHS Rahlgasse) gemeinsam mit Flüchtlingen gekocht –

der Kinder-KURIER berichtete damals

. In Budapest kam kein direkter Kontakt mit Schutzsuchenden zustande. Dort gab's eine Begegnung mit freiwilligen und professionellen Unterstützer_innen von Flüchtlingen, berichten Julie und Laura bei der Projektpräsentation.

Fraktale

Einen aufs erste vielleicht ungewöhnlichen Zugang zum Projektthema fanden drei Schulen aus Belgrad (Serbien), Žabljak (Montenegro) und Maribor (Slowenien): Fraktale Solidarität. „Wir sind technische Schulen“, erläuterten Mihailo, Aleksandar und David ihren „natürlich“ mathematischen Zugang. Fraktale, diese sich immer wiederholenden gleichen Muster, ergeben aber damit doch immer wieder ganz etwas anderes – das schien uns sehr symbolisch zu sein. Wir haben dann auch viel mit Natur gemacht, unter anderem aus Pflanzen naturverbundene Kosmetik hergestellt. Vor allem aber dieses Wechselspiel von Gleichheit und Verschiedenartigkeit so richtig be-griffen.“

Lächeln

Marija, Angela und Mate aus Serbien, Mazedonien und Ungarn setzten auf das lieblichste Geschenk: Lächeln. „Aber nicht nur, wir haben Charity-Veranstaltungen organisiert um unter anderem ein Mädchen mit Down-Syndrom unterstützen zu können, mit ihr aber vor allem auch gezeichnet, gespielt und gemeinsam gesungen.

Olympiade für alle

Ein Konzert, gemeinsamer Sport - „unser Motto war Olympiade für alle!“ - miteinander lernen – das stand auf dem Programm des Projekts „einander helfen macht die Welt zu einem besseren Ort“, berichten Jugendliche aus zwei Schulen in Pribram (Tschechien) und Ziad nad Hronom (Slowakei).

Von-, über-, mit-einander

„Wir haben viel voneinander, viel übereinander und viel über uns selbst gelernt, gemeinsam Musik gemacht und im Projekt auch Geld aufgetrieben, um andere Kindern, die und deren Familien nicht so viel haben, zu unterstützen“, fassen die beiden Jugendlichen aus Celje (Slowenien) und Falticeni (Rumänien) zusammen.

Schau auf die Menschen

Mit zwei Papp-Schildern vor ihren Köpfen begann das Duo aus Sofia (Bulgarien) und Belgrad (Serbien) die Präsentation. Passend, hieß ihr Projekt doch: Seht die Gesichter hinter der Etikette/Marke (Label). „Wir wollten und haben Flüchtlinge getroffen und uns Zeit genommen, ihren Geschichten zuzuhören. Aus den Geschichten von acht Männern und vier Frauen haben wir dann ein Buch gemacht und mit den Fotos eine Ausstellung.“

Kurzfilm

Zwei Klassen aus Rumänien (in Miercurea Ciuc) und Ungarn (in Fonyód) gestalteten einen Kurzfilm. „Dazu haben wir uns eine Geschichte von einem Buben ausgedacht, der von allen ausgeschlossen wird, verzweifelt und zu Drogen greift. Eigentlich sieht er keinen Ausweg mehr. Erst als ein anderer kommt, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, es aber doch raus schaffte, kann er vielleicht wieder Hoffnung schöpfen...

Familie für Kinder, die kaum eine haben

Nicola, Veronica und Lucia präsentierten ihr Projekt, in dem sie Kindern mit Behinderungen, Krebserkrankungen sowie solchen, deren Eltern die ganze Zeit im Ausland arbeiten müssen, konkret geholfen haben. Ihre Schulklassen in Baicoi (Rumänien), Chisinau (Moldau) und Bratislava (Slowakei) haben dafür alle möglichen Dinge wie Weihnachts- und Osterbasar veranstaltet, „um Geld zusammen zu kriegen, aber wir haben auch vor allem mit Kindern, deren Eltern auswärts arbeiten, gespielt und Zeit verbracht, so dass wir für manche auch zu so was wie neue Familien geworden sind“, schildert Nicola dem Kinder-KURIER.

Lernen und spielen mit Roma-Kindern

Marija aus Ivanjevci (Mazedonien) und ihre Projektpartnerin Michaela aus Razlog (Bulgarien) stellten ihr Projekt vor, das sich darum drehte, dass Bildung die Welt besser machen kann. „Wir haben vor allem mit Roma-Kindern gearbeitet, um sie davon zu überzeugen, dass Schule und Bildung wichtig ist. Uns vertrauen sie vielleicht mehr, als wenn ihnen das nur Erwachsene sagen. Für uns ist diese Arbeit aber mit dem Projektabschluss nicht zu Ende. Wir machen weiter“, meint Marija zum KiKu.

Essen für alle

Auch in Europa gibt es mehr Kinder – und Erwachsene -, die nicht genug zu essen haben, schildert Anđela aus Belgrad (Serbien). Gemeinsam mit Schulen im bulgarischen Vidin und Craiova (Rumänien) haben wir uns damit in unserem Projekt „Essen für alle“ befasst, Interviews gemacht, darüber auch im Fernsehen berichtet. Aber vor allem haben wir direkt geholfen. Wie haben in unserer Schule auch eine Küche und Bäckerei. Die haben Schülerinnen und Schüler, die sich's nicht leisten können, gratis versorgt.

In andere reinfühlen

Bozhidara aus einem Gymnasium im rumänischen Oradea – ihre Partnerin Ligia kommt aus Sofia (Bulgarien) erzählt lebhaft, „dass wir blinde Menschen getroffen haben mit ihren Hunden und manche von uns die Augen verbunden und ausprobiert haben, wie das ist, zu gehen und nichts zu sehen und sich von einem Hund führen zu lassen. Das war nicht leicht, auch nicht leicht, auf den Hund zu vertrauen. Aber es hat geklappt. Außerdem haben uns die Blinden erzählt, wenn wir helfen wollen, wie wir das machen sollen. Also, auf jeden Fall zuerst fragen. Dann haben wir auch Menschen getroffen, die nichts hören – und ein paar Gebärden gelernt. Wichtig war uns die Begegnung mit ganz verschiedenen Menschen. Wir haben auch noch Fotos gemacht von Personen, die manche vielleicht als komisch bezeichnen würden. Diese Fotos haben wir Leuten gezeigt und sich gebeten, was dazu zu schreiben, in der Hoffnung, dass sie vielleicht das erste ihnen in den Sinn kommende Vorurteil überdenken. Außerdem haben wir noch so ein Spiel gemacht mit beiden Händen nach oben, die nur für gute Sachen stehen. Ich hab Schokolade und Eiscreme gesagt. Und andere, die das wollen, sollten die Hände nach unten ziehen. Und so weiter. Bis ein Kreis daraus geworden ist. Ja, und einen Baum der Freundschaft haben wir auch gepflanzt.“

Die Jüngste

Die wahrscheinlich jüngste Teilnehmerin bei diesem Projektabschluss-Treffen in Senec war die elfjährige Katrin aus Goce Delchev (Bulgarien). Ihre Klasse hat gemeinsam mit Kolleg_innen aus dem serbischen Pancevo ihr Projekt „Man in the Mirror“ genannt, weil wir wie in einem Spiegel uns am Anfang selbst genau angeschaut haben, geachtet haben, unsere Gefühle zu erkennen und zu zeichnen. Von uns ausgehend haben wir uns dann in der Umgebung umgeschaut. Haben auch Fotos von weniger schönen Dingen wie stark verschmutzter Umwelt gesammelt und sie in einem Park auf einer Schnur zwischen Bäume gehängt. Wir haben uns auch mit Mobbing beschäftigt und einen eigenen Comic dagegen erfunden. Dabei haben wir einen Helden erfunden, der ein bisschen ausschaut wie ein Schutz-Hut, Help Cho heißt der. In Serbien waren wir vier Tage bei der Partnerschule und haben ein Charity-Konzert gemacht, um Kindern mit speziellen Bedürfnissen zu helfen.

Mehr Fotos (1) von den genannten Projekten

Projektpräsentationen

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Und die besten .... Beispiele sind!

Neben der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zum jeweiligen Jahresthema und den konkreten Aktivitäten will ACES immer auch das projektorientierte Arbeiten – und Lernen - fördern. Deshalb gibt es auch Auszeichnungen, die eine internationale Jury – diesmal vier Mitglieder aus vier verschiedenen Ländern (siehe unten) – vergibt. Immer in fünf verschiedenen Bereichen. Dabei geht es, so auch die diesjährige Jury, nicht um Gewinnerinnen und Gewinner, sondern um „best practice“, also vorbildhafte Beispiele – für Zivilcourage, Schüler_innen-Mitbestimmung (hier wurde das Projekt an dem die Klagenfurter HTL Mössingerstraße beteiligt war – siehe unten -, ausgezeichnet), internationale Zusammenarbeit, innovatives Lernen sowie zum jeweiligen Jahresthema, diesmal also um Solidarität. Für diese Projektschulen gibt es Sterne im klassischen ACES-blue, aber jede der beteiligten Schulen bekommt eine schmucke Plakette für die Schulmauer, Schulen, die das erste Mal bei einem ACES-Projekt dabei waren im genannten ACES-blau, Zwei- bzw. Dreifach-Teilenehmer - in Silber bzw. Gold. Getoppt nur von Schokolade - echter - für jene Schulen, die mindestens vier Mal mitgemacht haben.

Alle haben gewonnen

Um nochmals zu unterstreichen, dass es nicht um Sieger und Verlierer ginge, tat die Jury zunächst ihre allgemeinen Eindrücke kund, in denen es heißt: „All die Projekte haben uns daran erinnert, wie wunderbar die jugendliche Kraft und der kooperative Geist ist, der selbst gegen härteste Mauern kämpfen kann... Wir waren auch positiv überrascht, wie gut Schüler_innen-Mitbestimmung funktionieren kann und sind angetan davon, wie viele Projekte Vorurteile gegenüber ethnischen und anderen Minderheiten schmelzen lassen konnten und wie viele sich auf die aktuell wichtigen, diskutierten Themen, nicht zuletzt rund um Flüchtlinge einlassen konnten...“

Solidarität werde oft mit humanitärer Hilfe und Charity verwechselt, dabei geht es darum, diskriminierte Gruppen von Menschen in die Lage zu versetzen, für ihre gleichen Rechte eintreten zu können. Auch das hätten viele der Projekte begriffen und gemacht. Ferner hätten viele Projekte bewiesen, dass partizipative Lernprozesse möglich sind.Ach ja, übrigens partizipatives, innovatives lernen: Bevor die Jury ihre Kategorie-Sterne begründete und vergab, stimmten Jugendliche mit artistischen Aktionen, die sie in einem Ganztages-Workshop erarbeitet hatten, auf die jeweilige Kategorie ein.

Zivil Courage

„Die Beziehungen zwischen den Ländern Kosovo und Bosnien-Herzegovina sind nicht gut, aber wir machen’s besser“ – dieser Spruch einer Teilnehmerin des Projekts „Halt/nimm meine Hand“ – hat die Jury (mit) beeindruckt, dieses Projekt einer Schule in Cazin (BiH) und Pristina (Kosovo) als bestes Beispiel für Zivilcourage auszuzeichnen. Die Teilnehmer_innen setzten Aktivitäten in verschiedenen Bereichen – gegen Landminen, Mobbing...

Schüler_innen-Mitbestimmung

(Fast) alles außer dem Titel, den die Lehrer_innen zu Projektbeginn, vorgegeben hatten, wurde von den Jugendlichen dreier Schulen getragen, und zwar der HTL Mössingerstraße (Klagenfurt, Kärnten, Österreich), der bilingualen technischen Sekundar- und Berufsschule Újpest (Budapest, Ungarn) und der medizinischen Schule Ante Kuzmanica im kroatischen Zadar.

Unter dem vielsagenden Titel: „We are Charlie, we are Mohammed, we are RomaSolidarität schließt jeden ein“ hatten die Jugendlichen mit Obdachlosen, Flüchtlinge und anderen benachteiligten Gruppen wie Roma gearbeitet. „Heute haben wir andere, realistischer Bilder über diese Menschen, weil wir sie als Individuen gesehen, mit ihnen geredet haben, nicht als anonyme Massen“, meinen Kitty Anika, Niklas und Ana zum KiKu. Niklas aus Klagenfurt hat eine eigene Homepage für das Projekt programmiert. „Es war meine erste, davor hab ich nur kleinere Sachen programmiert“, sagt der Schüler einer dritten Klasse der Klagenfurter Schule. https://sites.google.com/site/acessolidarity/

Internationale Zusammenarbeit

Ein weltweit gültiges – mathematisch, natürliches – Muster hat dieses Projekt zum Ausgangspunkt genommen, Fraktale. „Diese sich immer wiederholenden gleichen Muster ergeben aber damit doch immer wieder ganz etwas anderes – das schien uns sehr symbolisch zu sein“, hatten Mihailo, Aleksandar und David aus den technischen Schulen in Zemun (Serbien), Žabljak (Montenegro) und Maribor (Slowenien) am Rande der Projektpräsentation ihren Zugang dem KiKu erläutert. „Wir haben dann auch viel mit Natur gemacht, unter anderem aus Pflanzen naturverbundene Kosmetik hergestellt. Vor allem aber dieses Wechselspiel von Gleichheit und Verschiedenartigkeit so richtig be-griffen.“

Innovatives Lernen

„Deine Stimme kann auch Teil der Lösung sein!“ war das viel-sagende Motto des Projekts der Grundschulen Sveti Petar im kroatischen Orehovec/Križevci und jener nach Ivo Andrić benannten im serbischen Pranjani Gornji/Milanovac. Sie haben mit blinden Schülerinnen und Schülern zusammengearbeitet und aktuelle Bücher aufgenommen und als Audo-Books hergestellt.

Solidarität

Mit Flüchtlingen haben viele Projekte gearbeitet. Jene aus dem Gymnasium Vasil Zlatarski im bulgarischen Sofia und dem Gymnasium Rudjer Bošković (Belgrad, Serbien) aber haben zwölf schutzsuchenden Frauen und Männern Gesichter und Geschichten gegeben – sie getroffen, ihre Geschichten aufgezeichnet und daraus ein Buch und aus den Fotos eine Ausstellung gemacht. Aber nicht nur Flüchtlingen auch älteren Menschen haben sie so „Gesichter hinter dem Etikett“ gegeben.

Die Jury

Alena Buraňová, Mathe- und Englisch-Lehrerin in der Kosmonaut_innenschule im tschechischen Ostrava.Emina Bužinkić aus Kroatien, Koordinatorin und Aktivistin dafür, dass Staatsbürger_innenkunde und Zivilcourage Teil des Bildungs-Curriculums wurde sowie Flüchtlinge durch Bildung integriert werden.Bashy Quraishy aus Dänemark, studierter Ingenieur arbeitet als Journalist, insbesondere um Themen von Minderheiten im TV an die Mehrheitsbevölkerung zu vermitteln. Außerdem ist der in Indien geborene, in Pakistan aufgewachsene Journalist in zahlreichen Kommissionen, Plattformen usw. gegen Rassismus, Diskriminierung usw. sowie bei Media Watch tätig.Agnesa Isufi studierte in Wien internationale Entwicklung und ist Chefin der Young Caritas Wien.

Viele Fotos (2) von den artistischen Auftritten und den Award-Verleihungen

... von der Stern-Verleihung

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... von weiteren Projektpräsentationen

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... aus den Workshops

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Gruppen- und andere Bilder

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... von der Performance-Probe vor dem Gala-Abend

Performace-Probe vor dem Gala-Abend

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Jugendliche leben Solidarität

Solidarität scheint vielfach ein „vergessener“ Wert geworden zu sein. Ich, ich und nochmals ich. Du musst auf deinen Vorteil schauen. Ich-AG, ein Firmenboss, der ankündigt, gleich ein ganzes Medium schließen zu wollen, nur weil sich Teile der Belegschaft überlegen, eine Vertretung zu wählen (Betriebsrat), Festung Europa, Grenzen dicht, sollen die, die vor Krieg flüchten im Mittelmeer ersaufen...

Doch es gibt auch die andere Seite: Die Zivilgesellschaft ist in einigen Ländern dort eingesprungen, wo die Regierungen eher nicht (schnell genug) reagierten. Zehntausende Freiwillige betreuten Schutzsuchende. Und wurden dafür nach einigen Monaten der mehrheitlich begrüßten Willkommenskultur fast als Volksverräter und -feinde beschimpft.

Beispielgebende Jugendliche

Und dann gibt es erfreulicherweise viele junge Menschen, Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, die sich von Shitstorms oder anderen Verunglimpfungen nicht abhalten lassen. Erst Ende Mai gewann ein Projekt von Schüler_innen einer Handelsakademie ausgerechnet die Jung-Unternehmenskategorie mit einer App zur Vernetzung von Freiwilligen mit Schutzsuchenden und Einrichtungen für diese. Eine andere Schüler_innen-Firma hat neben einem Business-Zweig gleich auch noch eine Non-Profit-Schiene mit aufgebaut.

Und das wird noch deutlich getoppt von 42 Projekten, die sich Anfang Juni im slowakischen Senec (bei Bratislava) im Rahmen der Abschlussveranstaltung der jüngsten Runde von ACES (Academy of Central European Schools) vorstellten. Jugendliche und ihre Lehrer_innen von 100 Schulen aus 15 Ländern (von Österreich bis zur Republik Moldau, von Tschechien bis Albanien) hatten in grenzüberschreitenden (jeweils zwei bzw. drei Schulen aus zwei bzw. drei Ländern) zum Thema „Gelebte Solidarität“ gearbeitet. Obdachlose, Menschen mit speziellen Bedürfnissen, an den Rand Gedrängte, natürlich auch in vielen Projekten Flüchtlinge – die Schülerinnen und Schüler setzten sich nicht nur thematisch mit diesen Themenfeldern auseinander, sie übten praktisch immer auch reale, spür- und erlebbare Solidarität!

Braaaavooooo!

Zwei Mal: Solidarity4ever, ein Mal: Stand by me

Singing at the Ceremony

Singing in the Closing Session

Zur Einstimmung in die Arbeit der Academy

gab's "Stand by me", gesungen rund um die Welt