Leben | Kiku 20.03.2012

Heuschnupfen

Allergisch? Beim „Prick-Test“ tropft der Arzt verschiedene Allergieauslöser auf die Haut – die wird dann angeritzt © Bild: AP/Daniel Roland

Mit dem Frühling kommt das Hatschi

Mit dem Frühling kommt das Hatschi

Eine allergische Reaktion auf Pollen wird Heuschnupfen genannt. Aber was heißt überhaupt "Allergie"? Der Körper verträgt bestimmte Blüten, Gräser und Gewächse nicht, daraufhin reagiert das Abwehrsystem mit einer allergischen Reaktion. Typische Symptome sind Niesanfälle, juckende Haut, rote, brennende Augen oder Flecken und Ausschläge. Wer sich nicht sicher ist, ob er eine Allergie hat, sollte einen Test machen lassen.

Hauttest Beim "Prick-Test" werden verschiedene Allergene (so heißen die Allergieauslöser) auf die Haut getropft. Danach wird die Haut leicht angeritzt. Der Test wird meistens am Unterarm durchgeführt, die beträufelten Stellen werden nummeriert. So weiß der Arzt auch nachher noch, wo welche Allergene aufgetragen wurden. Nach dem Test heißt es erst einmal zwanzig Minuten warten. Erst dann sind mögliche Reaktionen auf der Haut sichtbar. Wenn wirklich eine  Allergie zu erkennen ist, wertet der Arzt die Stoffe aus, auf die der Patient reagiert hat.

Ernährung Meist wird dem Patienten dann auch geraten,  auf die Ernährung zu achten. Manche Lebensmittel lösen Allergien aus, gesundes Essen kann helfen, allergische Symptome zu lindern. Um sich im Alltag  gegen Pollen zu schützen gibt es Tricks: Da Pollen bei trockenem Wetter vermehrt unterwegs sind, sollten Allergiker erst nach einem Regenguss spazieren gehen, denn dann ist die Luft "reiner." Kleidungsstücke sowie Haare sind Pollenfänger. Wer sich vor dem Zu-Bett-Gehen die Haare wäscht, verschleppt die Pollen nicht weiter auf den Kopfpolster und schläft ungestörter.

Was tun gegen eine Allergie?

Endlich Frühling! Doch nicht jeder freut sich uneingeschränkt auf die warme Jahreszeit, denn wenn Pollen und Gräser durch die Luft fliegen, geht es Allergikern oft gar nicht gut. Der Arzt kann einen Prick-Test durchführen, um eine mögliche Allergie auf Pollen festzustellen. Aber auch Tierhaarallergien, Allergien gegen Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Nahrungsmittel werden damit ausgetestet.

Das Immunsystem "austricksen"In einigen Fällen ist eine Allergie ein Alarmsigna des Körpersl. Das Immunsystem ist nicht im Einklang und reagiert mit Überempfindlichkeit. Nicht selten kommt es bei Allergikern zu einer Art "Kreuzreaktion." Immer wieder wurde beobachtet, dass Menschen, die auf gewisse Pflanzen und Gräser allergisch reagieren auch eine Überempfindlichkeit gegenüber spezieller Nahrungsmittel in sich tragen. Jemand der auf Birkenpollen allergisch ist, verträgt zusätzlich vielleicht keine Nüsse,  während Gräserallergikern oft Hülsenfrüchte und Tomaten nicht gut tun.Viele Allergiker lassen sich jedes Jahr im Frühling gegen ihren Heuschnupfen impfen. Dabei werden genau die Stoffe die eine Allergie ausgelöst haben dem Körper in Form eine Injektion zugeführt. Durch den immer wiederkehrenden Kontakt mit den Allergenen verliert der Körper langsam seine Überempfindlichkeit gegen die Substanz. Diese Immuntherapie wird neben Heuschnupfen-Patienten häufig gegen die Hausstaubmilbenallergie eingesetzt. Bei Kindern kann die Impfkur sogar dazu führen, dass andere Allergien von vorne herein vermieden werden.

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( kurier.at ) Erstellt am 20.03.2012