Leben | Kiku 05.12.2011

Gute Beispiele vor den Vorhang holen

Bildungsministerin Claudia Schmied über Hintergründe für den "Tag der weißen Feder"

Gute Beispiele vor den Vorhang holen!, begründete Ministerin Claudia Schmied den Tag der Weißen Feder im Wiener MuseumsQuartier. Unter diesem "Dach" finden sich nunmehr sämtliche, zuvor auch über Jahre hinweg verstreuten, Projekte des bildungsministeriums, die sich mit Gewaltprävention beschäftigen. (Der Relaunch der Homepage erfolgte übrigens in Zusammenarbeit der 6h des Gyms Karajangasse, Wien-Brigittenau mit dem Kinder-KURIER.) Die Band dieser Klasse hatte dafür auch eine eigene Weiße-Feder-Hymne komponiert und getextet, die sie bei der Fairness-Ward-Preisverleihung live performte.
In der Ovalhalle zeichnete Schmied die besten Projekte des Fairness-Awards aus, weil "fairer, respektvoller Umgang miteinander zum Vorbild werden soll, nur so kann Schule gelingen kann und muss".

Kreatives Austoben

1307455250.jpg
© Bild: Heinz Wagner

Nach der Fairness-Preisverleihung hatten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich in den Hofstallungen künstlerisch und kreativ in einem Workshop unter dem Motto "Kunst ist überall" mit dem MUseum MOderner Kunst in einer experimentellen Farbmaterialschlacht austoben zu können, bei der auch Töne, Klänge und Musik ins Spiel kamen. "Mir ist wichtig, dass unsere Kinder und Jugendlichen möglichst früh mit Kunst in Berührung kommen und unsere Museen kennen lernen. Mit dem Freien Eintritt unter 19 Jahren in die Bundesmuseen und den qualitativ hochwertigen Vermittlungsprogrammen für verschiedene Schultypen und Schulstufen können wir hier Anreize setzen und Zugangsbarrieren abbauen", begründete Claudie Schmied diesen lustvollen Programmpunkt. Neben Pinsel konnten die Kids Bürsten, Rollen und alles mögliche als Mal-Utensilien verwenden, freuten sich, nicht so brav zeichnen zu müssen, wie oftmals in der Schule. Auch klecksen, Farb spritzen und aus wüst grundierten langen Papierrollen mit langen Stilen Muster und Bilder rauskratzen zu dürfen, stand auf dem Programm.

11.000 Theatergäste

13074528971.jpg
© Bild: Heinz Wagner

Alle 17 Projekte aus ganz Österreich, an denen 730 Jugendliche aus 45 Schulen beteiligt waren und in 776 Aufführungen 11.000 BesucherInnen begeisterten, zeigten kurze Live-, oder Video-Ausschnitte. Der Ministerin, die nach einem Besuch des Pilotprojekts komA im Gymnasium Rahlgasse vor vier Jahren das österreichweite Projekt initiiert hatte, gefällt dies unter anderem so besonders, weil "Schule mehr als nur Fachwissen vermitteln muss. Wir brauchen Persönlichkeitsbildung, Ich-Stärkung. Nicht im Sinne von Ellbogentechnik aber unsere Kinder, unsere Jugendlichen brauchen mehr Zuversicht, Selbstver- und -zutrauen. Und dies ist sicher auch eines der besten Mittel zur Verhinderung, Vorbeugung vor Gewalt und dem anderen Umgang mit Konflikten", sagte sie dem (Kinder-)KURIER.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Reportage

  • Hintergrund

  • Bilder

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011