Leben | Kiku
06.02.2017

Spielend tüfteln und entdecken

Elisa und Viktoria "durchleuchten" symbolisch die Patientin/den Patienten © Bild: Heinz Wagner

„Tüftelmäuse“ und „Tüftelgenies“ im Grazer Kindermuseum FRida & freD.

Die beliebte bunte Wellenrutsche im Grazer Kindermuseum FRida & freD runter und rein in die „Ausstellung“ Tüftelmäuse. Das eröffnet eine Welt des Entdeckens, Ausprobierens, Spielens und Erforschens – eben Tüfteln. Riesige Schläuche und Röhren laden zum „Telefonieren“ von hoch oben im Kletterturm – vor allem zu den erwachsenen Begleitpersonen auf ebener Erd – ein.

Emelie an der großen Kugelbahn © Bild: Heinz Wagner
Oben im – mit Seilgittern an den Seiten abgesicherten Kletterturm hängt aber auch eine Metallschale mit Loch. Da lässt beim Lokalaugenschein des Kinder-KURIER die sechsjährige Emelie große hölzerne Kugeln hinein gleiten. Über eine weiteres Röhren- und Schlauchsystem landen diese unten in einem Kübel. Später transportiert die junge Tüftlerin die Kugeln mit Hilfe einer einfachen Mechanik wieder nach oben. An einer weiteren Röhrenbahn ist ein Rad mit langen Metallstiften montiert. Jeder der Stifte befördert eine der hölzernen Kugeln weiter, so lange bis diese oben in einem Netz neben der erwähnten Schale landen.

Bei einer anderen kleineren Kugelbahn, können verschiedene Weichen verstellt werden. So landen die kleineren Kugeln an verschiedenen Orten. Eileen (4) hat sichtlich Freude daran, zu entdecken, welche Klappe sie wie verändern muss, damit die Kugel da und nicht dort landet. Boris (2) scheint am meisten das Reinwerfen sowie das Beobachten der rollenden Kugel zu faszinieren.

Boris an der Walze mit deren Drehungen er den Ventilator betreiben kann © Bild: Heinz Wagner
Letzterer erklimmt mit Vorliebe immer wieder eine kleine Treppe bei einer anderen Station. Oben dreht er an einer grauen dicken Walze - , die ist mit Gummiseilen mit dem Antrieb eines Ventilators verbunden. Dreht er, bewegen sich auch die Blätter des Ventilators in dessen Gitter. Irgendwann entdeckt sein Vater, dass dort daneben Windräder stecken und er hält ein solches vor den Ventilator.

Bei etlichen anderen Stationen finden sich noch solche Gummiseile samt „Übersetzungen“. Je nachdem, welches Seil womit verbunden wird, können Stoffmäuse auf deinem Rad „fliegen“, eine Drehorgel in einem Puppenwagen Musik abspielen...

Ewa (4 ½) tritt kräftig in die Pedale eines fixierten Dreirades und setzt damit schwarz-weiß gemusterte große Scheiben in Bewegung.

Tüftelgenies

Niklas und Leon staunen über die Geräte, mit denen einst telefoniert wurde... © Bild: Heinz Wagner
Vom Tüfteln zum Erfinden – diesem Vorgang ist die gleichzeitige Ausstellung im ersten Stock für die etwas Älteren gewidmet. Manche sind den Erwachsenen sicher (noch) einigermaßen vertraut, Kinder könnten schon staunend davor stehen – wie Modellen verschiedener Generationen von Festnetz-Telefonen. Dennoch sind sie selbsterklärend. Niklas (7) und Leon (6) greifen sofort zu den Hörern, obwohl sie dem Reporter sagen: „Wir selbst kennen nur Handys“.

Alte Buchdrucklettern finden sich in einer anderen Station ebenso wie die Punkte der Brailleschrift. Findest du aus den Buchstaben das richtig passende Wort zu einem Bild und drückst die beiden Knöpfe daneben, dann leuchten diese auf.

Elisabeth beim Mikroskop... © Bild: Heinz Wagner
Eine große Puppe liegt auf einem Krankenbett, eine verschiebbare, durchsichtige Brücke darüber symbolisiert ein Röntgengerät. Die achtjährige Elisa schlüpft in den – ebenfalls symbolisierten – aber doch recht schweren Schutzmantel. Sie und ihre „Kollegin“ Viktoria (8) untersuchen die Puppe – auf dem großen Monitor erscheint ein Röntgenbild, bzw. erklärt eine Ärztin das eine oder andere. Mit einem Stethoskop stellen sie die Abhörsituation nach, später verabreicht die Erstgenannte der „kranken“ Puppe eine Spritze. Nebenan klettert die sechsjährige Elisabeth auf ein Stockerl aus zusammengeklebten alten Büchern, um gut zum Mikroskop raufzukommen. Diese junge Tüftlerin greift bei einer anderen Station zur überdimensionalen Zahnbürste, um die großen Zähne des komplett aufklappbaren Gebissen gründlich zu putzen – und dabei groß zu strahlen. „Jaaaah!“ ruft sie auf die Frage ds KiKu-Reporters, ob sie auch ihre eigenen Zähne so voller Leidenschaft putze.

Bei manchen praktischen alltäglichen Dingen wie etwa den Klettverschluss auf die deren Erfinder_innen zufällig gestoßen sind, gibt’s erklärende Schautafeln.

Schnappschüsse bei den "Tüftel-Mäusen"

Schnappschüsse bei den "Tüftel-Genies"

Was? Wann? Wo?

Die Tüftelmäuse, Mitmach-Abenteuer für Kinder bis ca. 7 Jahre
Die Tüftelgenies, Mitmach-Abenteuer für Kinder ab ca. 8 Jahre

Wann & wo?
Bis 26. Februar 2017
Grazer Kindermuseums FRida & freD
8010, Friedrichgasse 34
Telefon: (0 316) 872 7700
www.fridaundfred.at