Abenteuer Sommerferien

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Sommer-Ferien-Tipps
05/15/2016

Fröhliche Ferien!

Hier findest du/finden Sie Tipps fürs Sommerprogramm.

von Heinz Wagner

Neun Wochen Sommerferien sind auch eine große Herausforderung. Wenige Eltern haben so lange Urlaub, selbst Lehrerinnen und Lehrer müssen einen Teil ihrer Ferien für Vorbereitung des kommenden Schuljahres oder Fortbildungen nutzen.

Was tun? Wo gibt’s brauchbares Freizeitprogramm, das obendrein halbwegs erschwinglich ist?

Dieses kleine Special (in gedruckter Form eine Beilage, die dem KURIER am 14. Mai beiliegt) kann nicht alle Angebote umfassen. Sie beinhaltet eine Auswahl, die sich aus wirtschaftlichen Kooperationen ergibt.
Hier soll noch wenigstens auf zwei weitere große Aktivitäten hingewiesen werden: Viele Universitäten und einige Fachhochschulen von Wien bis Innsbruck laden neugierige Kinder ein, ihren Forschungsdrang ausleben und Wissensdurst löschen zu können, vor allem aber weiterhin Fragen zu stellen: kinderuni bzw. kinderunikunst

Für die Bundeshauptstadt findest du einen sehr guten, brauchbaren Überblick über Tausende Aktivitäten im Rahmen des Ferienspiels mit seinem Maskottchen Holli: ferienspiel

Kinder Business Week

Die 11. Kinder Business Week steigt vom 25.–29. Juli. Das Programm findest du hier unten, aber auch online, wo du dich auch schon anmelden kannst, was für Ideenwerkstätten von Vorteil ist.

Was?
65 Vorträge und 22 Ideenwerk- stätten von mehr als 80 Firmen bzw. Institutionen.
Rahmen- und Pausenprogramm in der gesamten Woche

Wo?
Wirtschaftskammer Österreich, 1045, Wiedner Hauptstraße 63

Wann?
25. Juli bis 29. Juli, jeweils 9–17 Uhr; 29. Juli: bis ca.15 Uhr; ab 14 Uhr Abschlussfeier im Foyer mit Verlosung von Preisen für das Quiz und Anschnitt der eigenen riesigen Kinder-Business-Week-Torte

Wie?
Kostenlos; Anmeldungen online; vor Ort nur Restplätze.
kinderbusinessweek in Wien

Niederösterreich

Kinder Business Week in St. Pölten

Wann?
18. bis 22. Juli 2016
Anmeldebeginn: 15. Mai 2016
Wo?
WIFI der Wirtschaftskammer NÖ; 3100 St. Pölten, Mariazeller Straße 97
Die Teilnahme ist kostenlos!
Bei Gruppen ab 10 Kindern wird um Voranmeldung gebeten: info@kinderbusinessweek.at
Telefon: 0664/3284348
Projektgruppen der Gemeinden: Die ersten 10 Gemeinden, die eine Gruppe von mindestens 20 Kinder anmelden, erhalten einen Zuschuss zu den Buskosten.
kinderbusinessweek-Niederösterreich

Über Zeitung reden, Radio machen

Zum elften Mal kannst du in diesen Sommerferien nach der Kinderuni Kunst und der Kinderuni Wien nach Kunst, Wissenschaft und Forschung auch ins Wirtschaftsleben reinschnuppern. Die Kinder Business Week verschafft dir den Kontakt zu führenden Leuten aus unterschiedlichsten Unternehmen – vom Handwerksbetrieb bis zum großen Konzern, von der Baubranche über verschiedenste Bereiche der Lebensmittelbranche (Marmeladen, Eier, Schokolade, Backwaren...), Schmuck, Mode bis zu Medien – Theater, Fotografie und Zeitung.

Zwar wird der KIKU im Rahmenprogramm leider nicht mehr die beliebte Zeitungswerkstatt mit einer vor Ort produzierten Tageszeitung anbieten, aber KURIER-Chefredakteur Helmut Brandstätter hat sich wieder angekündigt, um gleich am ersten Tag mit Kindern darüber zu reden, weshalb Zeitungen so wichtig sind.

Erst kürzlich zitierte er in einem seiner Kommentare den frühen US-Präsidenten "Thomas Jefferson (1743 –1826), den Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und 3. Präsidenten der USA. Der Politiker Jefferson muss sich auch über Journalisten geärgert haben, wenn er sagte: Bei einer Zeitung bestehen die einzigen Wahrheiten, auf die du vertrauen kannst, in den Anzeigen. Aber er wusste, dass wahre Demokraten immer auch die Meinungen der anderen akzeptieren müssen, und so wäre ihm ein Land ohne Regierung, aber mit Zeitungen lieber gewesen als ein Land mit einer Regierung, aber ohne Zeitungen."

Radio

Bei einem anderen Medium kannst du auch dieses Jahr wieder mitmachen – beim Radio. "Rudi, der rasende Radiohund" lädt in seiner Ideenwerkstatt Kinder ein, die gerne eine Sendung machen wollen. Vom Sammeln der Ideen über das Führen von Interviews – natürlich samt Aufnahme bis zum Verfassen von Moderationen spannt sich der Bogen der einzelnen Schritte. Und die Teile müssen dann noch "geschnitten" werden, die das Zusammen-Puzzeln, kürzen, wegschneiden von Hängern oder Versprechern genannt wird. Und: Die Beiträge gehen dann auch wirklich auf Sendung – im ORF-Radio.

Wie viele Sprachen spricht die Österreichische Nationalbibliothek?

Die vielsprachige Bücher-Sammlung von Prinz Eugen ist Anregung für die eineinhalbstündige Gesprächsrunde von Silvia Iannetti von der Kommunikations- und Marketing-Abteilung der größten österreichischen Bibliothek, die erstmals bei der Kinder Business Week mitmacht. Die selbst mehrsprachige junge Frau wird eingangs, wie sie dem Kinder-KURIER verraten hat, die teilnehmenden Kinder fragen, welche Sprachschätze sie selbst alle mitbringen. Oder welche sie lernen möchten und warum. Und dass es nicht nur Laut-Sprachen gibt, sondern auch andere wie Gebärden-, Körper-, Zeichen- usw. -sprachen.

Daraus wird sich wahrscheinlich ein Gespräch über Vorteile von Mehrsprachigkeit ergeben. Die Vertreterin der ÖNB wird außerdem berichten, wie viele Bücher in dieser Bibliothek stehen, in welchen Sprachen sie geschrieben sind und warum ein Kaiserhaus überhaupt Bücher in anderen Sprachen gesammelt hat. Wie hat das Kaiserreich überhaupt ausgesehen? Da wird Iannetti alte Landkarten zeigen. In diesem Reich gab es eine große Vielfalt an Sprachen.

Neben der Sprachenvielfalt wird in dieser Gesprächsrunde auch berichtet, welche Berufe alle in der Nationalbibliothek vertreten sind – für so eine große Einrichtung braucht es weit mehr als "nur" Bibliothekarinnen und Bibliothekare.

Einige Museen

Außerdem beherbergt die Österreichische Nationalbibliothek unter ihren Dächern nicht nur Bücher, sondern auch einige Museen – das Esperanto-, Globen-, Literatur- und Papyrusmuseum. Diese anderen Abteilungen werden anhand von Faksimiles und Objekte (Papyri, Globen / Karten, usw.) auch kurz vorgestellt.

Iannetti bereitet auch ein Wörterquiz aus dem Kaiserreich bzw. rund um die Welt vor. Dabei kriegen die TeilnehmerInnen Kärtchen und können die zugehörigen Wörter den Übersetzungen oder dem Ursprungsland zuordnen.

Buchhandel und Buchbinderei

Wie kommen die Geschichten zu den LeserInnen? Du denkst dir eine Geschichte aus, möchtest dass sie vielleicht auch andere Kinder lesen können, aber nicht online, sondern in einem Büchlein. Wie geht das? Wen braucht’s dazu aller? Welche Berufe sind gefragt, um von einem – schon fertigen Text – bis zu einem gedruckten Buch zu kommen?
Was ist ein Verlag, was eine Lektorin/ein Lektor? Und reicht es, wenn alles irgendwann einmal in der Druckerei landet oder doch noch nicht? Die Geschäftsführerin des Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels, Inge Kralupper, wird das erklären.

Bücher machen

In einer Ideenwerkstatt am Handwerkstag (Freitag) kannst du ein kleines – leeres – Büchlein selber produzieren. Wie das geht, zeigt dir die Buchbinderin Barbara Uhl. Du sollst aber nicht nur zuschauen, sondern auch selber Hand anlegen – aus einzelnen Blättern, Kleber und Karton stellst du dein eigenes kleines Büchlein her, das du natürlich am Ende mit nach Hause nehmen kannst.
Vielleicht füllst du es dann ja mit eigenen Texten und/oder Zeichnungen. Oder du magst es jemandem schenken oder was auch immer dir einfällt ...

Tücher, Teller und Bälle "fliegen" lassen

Wie faszinierend ist es doch, Bälle durch die Luft fliegen zu lassen, sie aufzufangen, wieder in die Höhe zu werfen und so weiter. Und so nebenbei fördert Jonglieren die Verbindung der rechten und der linken Gehirnhälften, die Konzentrationsfähigkeit, die Reaktionsschnelligkeit, das räumliche Vorstellungsvermögen, Zeit-, Rhythmus- und Gleichgewichtsgefühl. Durch die gleichmäßige Beanspruchung der Muskeln und des Bewegungsapparats wird die Beweglichkeit und Ausdauer erhöht.

Liest sich gut, aber wie so weit kommen? Nun, in diesem Workshop können erste Schritte dorthin unternommen werden – mit Tüchern, Bällen, Tellern (natürlich nur aus Kunststoff), Ringen und Diabolos. Ziel ist es, das eigene Talent zu entdecken, Selbst- und Körperbewusstsein zu fördern – vor allem aber Spaß zu haben. Auch wenn sich vielleicht am nächsten Tag ein Muskelkater in den Oberschenkeln einstellen sollte – vom vielen Bücken und aufheben der anfangs häufig runtergefallen Gegenstände.

Golfluft schnuppern

Neu bei der diesjährigen Kinder Business Week ist auch ein Golf-Schnupperkurs. Dabei dreht es sich nicht um Indoor-Minigolf, sondern um SNAG – Starting New At Golf. Ein Profi dieses Sports, Andreas Frank, wird über seinen Beruf erzählen und die sozusagen kinderleichten Kunststoff-Schläger dieser Einsteiger- und Indoor-Sparte mitbringen. Dennoch können die Grundtechniken des Golfspiels – vereinfacht – ausprobiert werden. Dazu zählen alle wichtigen verschiedenen Schläge wie Putting, Chipping, Pitching und Launching (lange Schläge).

Geeignet ist SNAG für Einsteigerinnen und Einsteiger, speziell – aber nicht nur – für Kinder. Zu den Kunststoff-Schlägern gehören Tennis-Softbälle. Die haben eine Art Klett-Haut, um nach dem Abschlag auf der Matte kleben zu bleiben.

Marmelade, Säfte, Schoko und Gewürze

Eine Vielzahl von Vorträgen und nicht zuletzt Ideenwerkstätten dreht sich rund um essen und trinken. Vom Weckerlformen oder -belegen über Wuzeln von Schoko und Marzipan, um dunkle und/oder helle Pralinen zu gestalten, echte Früchte wie Marillen noch auf dem Zweig angreifen und danach fertige Marmelade verkosten ... all das und noch viel mehr kannst du bei der diesjährigen, mittlerweile 11. Kinder Business Week in Wien wieder in den Sommerferien entdecken.

Und dann gibt es noch eine Neuheit – bei dieser Veranstaltung – und daher auch hier noch keine Fotos: Die Zuckerlwerkstatt (Montag, 12.30 Uhr). Seit 2013 produzieren Maria und Chris in ihrer Wiener Schau-Manufaktur handgemachte Zuckerln nach 150-Jahre alten Fertigungstechniken. Und da wollen sie dich auch reinschnuppern lassen.

Sie servieren dir fertige Zuckermasse (Zucker mit gekochtem Wasser). Das ist zähflüssig so wie Honig. Die steht dann in Töpfen auf einer Wärmeplatte. Vor dir wirst du Granitplatten haben. Du kannst dann die Zuckermasse mit Lebensmitteln wie Stachel- und anderen Beeren einfärben und mithilfe von Löffeln zu einem großen Kegel formen, aus dem du dann Zuckerstangen herausziehst.

Thementag: Mit Händen be-greifen

Der letzte Tag der Kinder Business Week in Wien steht im Zeichen von Handwerk und Gewerbe. Gleich in der Früh sind die Bodenleger mit ihrer Arbeit dran. Vielleicht weil’s da einmal ein schon ein bisschen in Vergessenheit geratenes Sprichwort vom Handwerk, das goldenen Boden hat, gab? Wie auch immer mit den Bodenlegern kannst du aus bunten Teilen einen Boden zusammenpuzzlen.

Im Laufe des Freitags zeigen aber auch noch Tischlerei, Buchbinderei (siehe Seite 9) , ein Baumeister, eine Blumenfrau oder Fahrzeugtechniker ihre Jobs vor. An anderer Stelle kannst du eine eigene Tasche designen oder in die Welt der Fotografie eintauchen.

Ein "Bandagist" zeigt, was du im Beruf Orthopädie-Technik alles bewerkstelligen kannst – von Einlagen bei Senkfüßen (meist besser als Plattfuß bekannt) über Schienen bei verletzten Armen oder Beinen bis zu eben Prothesen, wenn jemand etwa bei einem Unfall ein Bein oder einen Arm verliert. Diese Hilfsmittel erleichtern das Leben der betroffenen Menschen ungemein – wenn sie fachgerecht angefertigt werden.

Nicht zuletzt kannst du Goldschmieden über die Schulter schauen, wie sie Schmuck herstellen. Und obwohl dabei wie fast seit ewig das Edelmetall händisch mit Hämmern und anderem Werkzeug bearbeitet wird, erzählt dir der Goldschmiede-Meister, dass längst auch modernste Computertechnik in dieses Handwerk Einzug gehalten hat. Schließlich wollen Einzelstücke ja auch entworfen werden – das geschieht heutzutage sehr oft auch digital.

Erzählt wird über Schmelzen und Legierungen, gezeigt wird Sägen, Feilen und Hämmern – Letzteres kannst du auch selber ausprobieren.

Holz statt Nase bohren – mit kleinen Maschinen

St. Pölten.Zum zweiten Mal findet in diesem Jahr die Kinder Business Week auch in Niederösterreich statt (Infos siehe unten). Rund vier Dutzend Vorträge und Ideenwerkstätten warten auf junge TeilnehmerInnen.

Einer davon – der erstmals auch in Wien stattfindet – läuft unter dem witzigen Titel Holz bohren statt Nase bohren (Freitag, 9 Uhr). Die Maschinen, die nicht größer als ein Blatt Papier sind, kannst du normalerweise selbst zusammenbauen. Hier sind sie schon aufgebaut, damit du gleich mit Werken loslegen kannst. Solche Maschinen sind zum Beispiel eine kindersichere Stichsäge (Vibrationssäge) oder eine Drechsel-, eine Bohr- und Schleifmaschine. Recht leicht kannst du etwa hölzerne Salz- und Pfefferstreuer herstellen.

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