Kiku
16.08.2017

Hoffnung für Europas Zukunft

"Ein Empfehlungsschreiben einer etwas anderen Art" - für die Europäischen Jugendbegegnungen in den Sommerferien in Krems/Donau (NÖ); verfasst von einer jugendlichen Teilnehmerin.

Neue Leute kennenlernen, verschiedene Aktivitäten ausprobieren, Spaß haben und dabei im Austausch mit mehr als zwölf Nationen und einer weiteren Vielzahl an Kulturen und Meinungen zu sein – das ist es, was die Europäischen Jugendbegegnungen (die Abkürzung Eljub steht für Europäischen Literatur-Jugendbegegnungen wie sie 2013 starteten) so außergewöhnlich macht!

Wie andere österreichische Jugendliche auch, habe ich meine Sommerferien in vollen Zügen genossen. Dass ich dabei eine Woche lang in Gespräche über Gesellschaft, Politik und Geschichte mit Jugendlichen, die aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak geflüchtet sind, und jungen Menschen, die derzeit in anderen europäischen Staaten wie etwa Rumänien, Polen oder Spanien aber auch auf anderen Kontinenten – in Indien, Saudi Arabien, China - leben, verwickelt war, hat sich wie von selbst ergeben. Dass ich diskutieren und debattieren konnte und von Perspektiven erfahrener Journalisten oder geübter Autoren profitieren durfte, war Teil des Programms. Und dass es mir möglich war, Themen, die mir als wichtig erschienen, in Texte zu verarbeiten und dass diese Texte zusammen mit denen aller anderen Teilnehmer zu einem E-Book wurden, das von jedem kostenlos als Download gelesen werden kann, auch das kam „leichthändig“ zu Stande. Und all dies, all diese unglaublichen Erfahrungen, waren es, die diese eine Woche in den Sommerferien für mich unvergesslich gemacht haben.

Austausch wie noch nie

Der Eljub-Workshop, der diesen Sommer in Krems an der Donau stattfand, hat mir die Möglichkeit gegeben, andere Jugendliche kennenzulernen, die mir von Staatsangehörigkeit, Kultur und Sprache oft nicht unterschiedlicher hätten sein können, mit denen ich mich aber ab dem ersten Tag so lange, oft und gerne über Europa und die Welt unterhalten konnte, wie ich es davor noch nie getan habe. Während der sechs Tage, die ich in Krems verbracht habe, habe ich nicht nur über geschichtliche Geschehnisse, die im Unterricht unbehandelt geblieben sind, die politische Situation anderer europäischer Staaten, die in österreichischen Medien meist nur kurz angeschnitten wird, sowie kulturelle Werte, Unterschiede und Gemeinsamkeiten gelernt.
Was mir die Europäischen Jugendbegegnungen vor allem vermittelt haben, ist ein Gefühl der Hoffnung. Die Hoffnung, dass Europas Zukunft, so ungewiss sie derzeit auch scheinen mag, mit Hilfe solcher Programme eine konkrete, positive Form annimmt!
Elodie Arpa,
Teilnehmerin der Eljub-eBook-Woche 2017

www.eljub.eu/

www.literaturhauseuropa.eu