Einmal „blind“ laufen

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Einmal „blind“ laufen
06/13/2013

Einmal „blind“ laufen

Promis übten, "blind" zu laufen. Schüler_innen des Blindeninstituts zeigten's vor

von Heinz Wagner

Rund ein Viertel des Startgelds beim Vienna Night Run im Herbst kommt der Hilfsorganisation Licht für die Welt zugute. Die setzt sich vor allem für Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern ein, am bekanntesten sind ihre Projekte für Blinde und Sehschwache in Afrika. Manche der heimtückischen Krankheiten, die zur Erblindung führen, sind auf Mangeernährung oder verschmutztes Wasser zurückzuführen. Und viele können mit einem kleinen operativen Eingriff, der ungefähr 30 Euro kostet, (wieder) sehen. Regelmäßig starten auch blinde Top-Läufer wie Para-Olympics-Sieger Henry Wanyoike beim Wiener Nachtlauf (heuer am 1. Oktober).

Warm-up

Eine kleine Aufwärm-Laufperformance fand dieser Tage im Wiener Stadtpark statt. Dazu ließen sich etliche Proimis aus unterschiedlichsten Bereichen – vom Dancingstar der herzen Biko Botowamungo über Es-Eiskunstläuferin Claudia Kristofics-Binder, Miss Vienna Yemisi Rieger, Rapid-Kicker Christopher Trimmel, die Models Aylin Kösetürk und Godfrey Egbon _ die Augen verbinden. Nur mit einer kurzen Schnur mit einer sehenden Läuferin/einem sehenden Läufer verbunden, galt es, wenigstens ein Stück im Park zu laufen. Jazzsängerin Marjorie Etukudo gestand dem Kinder-KURIER: „Ein bisschen mulmig war das schon für mich, so gar nix zu sehen und sich auf jemanden anderen total verlassen müssen. Irgendwie fühlst du dich da schon ziemlich ausgeliefert.“

Beim Laufen abschalten

Fachleute auf dem Gebiet sind viele Schülerinnen und Schüler des Bundesblindeninstituts. Sie demonstrierten den Promis, wie der Paarlauf funktioniert. Danach erzählten Markus und Kevin, dass sie und etliche andere ihrer Kolleg_innen, „einmal in der Woche Lauftraining in der Prater Hauptalle (ihre Schule liegt nicht weit davon entfernt) haben. Da laufen wir so eine dreiviertel Stunde.“ Sie verfügen über eine gute Kondition - „lauf ma z'rück zur Schule“, verabschiedet sich etwa Kevin. Markus läuft aber nicht nur deswegen, „vor allem geh ich gern laufen, weil ich da vollkommen abschalten kann – von allen Belastungen in der Schule und auch von anderem Stress“.


Info

Der Wiener Nachtlauf findet heuer am Dienstag, dem 1. Oktober ab 19:30 statt. 6 Euro jedes Startgeldes gehen direkt an LICHT FÜR DIE WELT und ermöglichen Augenlicht rettende Operationen am Grauen Star in Entwicklungsländern. Derzeit beträgt die Anmeldegebühr 22 Euro – am 16. Juni wird es teurer.

www.lichtfuerdiewelt.at

www.viennanightrun.at

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