Eine heftige "unmögliche" Liebe

© Matthias-Pötsch

Eine heftige "unmögliche" Liebe

Eine heftige "unmögliche" Liebe

Mitreißendes Wechselbad der Gefühle: Wolf im Dschungel Wien

von Heinz Wagner

05/23/2013, 05:11 PM

Scheint Tiersaison im Dschungel zu sein. Kaum ist „Bär und Maulwurf“ für jüngere Kinder abgespielt, wird Wolf für Jugendliche (ab 13) wieder aufgenommen. Wobei's hier ja vor allem um – menschliche – Gefühle geht.

Pur, teils roh. Liebe und Hass, Nähe und Alleinsein. Und das ziemlich gefühlsecht – rüber gebracht von zwei jungen Darsteller_innen, Michèle Rohrbach und Florian Hackspiel. Dazu stets passende Musik und zwei spärlich-üppige Bühnenelemente: ein riesiger Haufen Sand – so runde sechs Tonnen und eine große im Halbrund angebrachte Stoffwand, schon vorab stark mit roter Farbe angeschüttet, was im Laufe des Stücks noch actionreich mehr wird.

Spiel- und Kuschelplatz bis Friedhof

Der Sandhaufen ist mal ein Spiel- und Kuschelplatz, mal ein Friedhof. Zwischen Liebe und Tod pendelt die einstündige, dichte Aufführung. Dazwischen viel Streben und Kampf um bzw. Verlust von Vertrauen. Die Grundstory Stoff aus dem die größten Tragödien sind: Der Mann ist eigentlich ein Wolf, einer der als Welpe miterleben musste, wie die Jäger des Dorfs sein Rudel ausgerottet haben. Das ist noch nicht alles: Sein göttlicher Auftrag lautet, Rache. Mörder und all deren Verwandte bis zur Enkelgeneration zu töten

Die Frau, Tochter des letzten Jägers, bleibt im Dorf, aus dem die meisten jungen Leute abwandern. Wie ihre weiblichen Vorfahren streut sie Sand auf die Gräber – das soll weitere Tote verhindern.

Kreislauf

Ja und dann... verlieben sich die beiden ineinander. Heftig, spürbar, teils wunderbar verspielt. Doch stets schwingt unausgesprochen die verrückte Ausgangssituation über der Szenerie. Die übrigens mit dem Ende beginnt und am Anfang endet, oder...?!

WolfInternationale Koproduktion DSCHUNGEL WIEN & het MUZtheater ( Niederlande)

Autor, Regie: Theo Fransz Darsteller_innen: Michèle Rohrbach, Florian Hackspiel Ausstattung: Mareile Krettek Musik: Jan-Willem van Kruyssen Dramaturgie, Regieassistenz: Martina Maggele Lichtdesign: Stefan Enderle

20. bis 22. Jänner 2015 Dschungel Wien, 1070, MuseumsQuartier Telefon: (01)522 07 20-20

www.dschungelwien.at

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