Leben | Kiku 27.01.2012

Ein Satellit, der ihren Namen trägt

Die elfjährige Nicole Winkler aus der Steiermark gewann den Galileo-Zeichen-Bewerb in Österreich

Scheinbar unendliche Weiten eröffnen sich auf einem normalen (A3) Zeichenblatt – dunkel gehalten mit hell leuchtenden Himmelskörpern, aber auch einem großen Herz und (Kinder-)Figuren. Dieses Bild brachte der elfjährigen Nicole Winkler aus dem steirischen Murau den Österreich-Sieg im EU-weiten Malbewerb "Galileo-Contest". Und irgendwann wird einer der 30 Satelliten dieses nicht unumstrittenen Navigationssystems mit dem praktisch alles zu sehen ist den (Vor-)Namen dieser jungen Zeichnerin tragen.

Die EU-Kommission hatte im Vorjahr Europaweit einen Malwettbewerb für Kinder zwischen 9 und 11 Jahren ausgerufen. Als Preis winkte, dass 27 der 30 künstlichen Himmelskörper, die bis 2020 für das EU-Satellitennavigationssystem Galileo in Umlaufbahnen um die Erde geschickt werden, die Vornamen der Kinder, die die jeweiligen nationalen Bewerbe der Mitgliedsländer gewonnen haben, tragen wird.
Thema für alle 27 Migliedsländer-Bewerbe: Ein Bild zum Thema Luft- und Raumfahrt zu gestalten: Sterne, Planeten, Galaxien, die Milchstraße oder das gesamte Sonnensystem.
Eine Jury, der unter anderem neben dem einzigen österreichischen Raumfahrer Franz Viehböck auch Vertreter_innen von Zoom-Kindermuseum und Kinder-KURIER angehörten, wählte die Zeichnung der elfjährigen Nicole Winkler aus dem steirischen Murau aus (insgesamt waren 300 Bilder eingeschickt worden).

Zeichnen ist ihre Lieblingsabeschäftigung

Nicole Winkler, die den Malbewerb in Österreich gewann und der erste/einzige Raumfahrer des Landes, Franz Viehböck
© Bild: Marie Rambauske

Die heimische Siegerin erzählte dem KiKu, wie sie zu ihrem (siegreichen) Bild kam: In der Schule, der Neuen Mittelschule Murau wo sie die zweite Klasse besucht, stand irgendwann im Herbst im Zeichenunterricht das Thema Sterne, Planeten, Weltraum auf dem Plan. "Mit einer speziellen Technik haben wir da gearbeitet – ich hab mehrere Schichten Ölkreide aufs Blatt aufgetragen, dann mit Tusche drüber gemalt und trocknen lassen. Mit einem spitzen Gegenstand haben wir dann in das getrocknete Bild geritzt..."
Nicole Winkler hatte mehrere Arbeiten angefertigt, "auch eine Space-Figur, die ist auch ganz gut geworden, ich hab mich aber dann entschieden dieses Bild (siehe Abbildung) für den Bewerb einzuschicken."
Als sie von der Wahl der Jury erfahren hatte, "hab ich mich riesig gefreut, und meine Freundin Anja hat sich mit mir gefreut."
Die 11-Jährige zählt Zeichnen auch zu ihren Lieblingsfächern in der Schule und neben laufen und reiten zu jenen Freizeitbeschäftigungen, die sie am meisten freuen.

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( Kurier ) Erstellt am 27.01.2012