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Europa-Wahl
05/06/2014

EU goes Ödenburger

Diskussionen über die EU und die Wahl zum EU-Parlament mit Jugendlichen in der AHS Ödenburger Straße (Wien-Floridsdorf)

Die meisten der SchülerInnen der 6. und 7. Klassen des Gymnasiums „Ödenburgerstraße“ (GRG21) werden am 25. Mai erstmals zu den EU-Parlamentswahlen gehen. Dies war der aktuelle Anlass, um davor zwei Veranstaltungen in unserer Schule durchzuführen, die allen Wahlberechtigten möglichst viele Informationen über die EU, ihre Gremien, ihre Geschichte und ihre Ziele liefern, aber auch eine Möglichkeiten bieten sollten, um kritische Fragen an die geladenen Experten zu stellen.

Im Plenum fand eine allgemeine Einführung bzw. ein Ratespiel (mit Preisen) zum Thema EU statt. Anschließend wurde im Klassenverband mit jeweils einer Referentin oder einem Referenten weiter diskutiert. Herr Doutlik konnte für diese Gesprächsrunden ehemalige KollegInnen gewinnen, die auf unsere Fragen eingingen und uns aus ihrer Sicht die Ziele, Aufgaben aber auch die zahlreichen Probleme erklärten.

Ziemlich kompliziert

In den insgesamt neun teilnehmenden Klassen gab es unterschiedliche Fragen und es wurde unterschiedlich diskutiert. Viele von uns waren bereits vor der Veranstaltung gut über die EU informiert (einige der Klassen bekamen einen „INFO-Test“ zum Ausfüllen), andere wussten noch sehr wenig bis fast gar nichts darüber. Manche Fragen wurden geklärt, viele Fragen entstanden aber auch erst in den Diskussionen, und vieles blieb natürlich auch ungeklärt. Das Thema ist ja auch nicht so einfach zu verstehen - im Gegenteil, es ist sogar ziemlich kompliziert.

Die geringe Wahlbeteiligung bei EU-Wahlen in Österreich zeigt leider immer noch das große Desinteresse an dieser Möglichkeit einer demokratischen Mitbestimmung. Bei uns SchülerInnen sind die beiden Tage gut angekommen. Aus den Feedbackbögen, die wir im Anschluss anonym ausfüllen konnten, geht hervor, dass die meisten von uns ähnliche Veranstaltungen gut fänden und sie öfter stattfinden sollten. Die meisten glauben auch, nun mehr über die EU zu wissen, weil die Referenten verständlich erklärt haben und auf unsere Fragen eingegangen sind. Übrigens, darf man den Feedbackbögen glauben, wäre bei uns eine sehr hohe Wahlbeteiligung zu erwarten, denn die meisten von uns fühlen sich als EU-BürgerInnen und gaben an, zu den Wahlen gehen zu wollen. Hoffentlich stimmt´s.
Franziska Lamp, 17

Organisiert wurden die jeweils zweistündigen Veranstaltungen von Karl Doutlik, ehemaliger Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich und Susanne Lamp-Pertl, Lehrerin der Schule, die folgende Referentinnen und Referenten gewinnen konnten:

Hilde Lorenz/ Ö, ehemalige Dolmetscherin in der EU-Kommission
Regine Berger/DE, ehemalige Mitarbeiterin der EK und der Wirtschaftskammer Österreich
Manfred Grasserbauer/Ö, ehemaliger Direktor des Instituts für Umwelt und Nachhaltigkeit der EK, emeritierter (pensionierter) Professor der TU Wien
Carlo Ritzerow/LUX, ehemaliger Datenschutzreferent in der EK
Peter Krois, Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
Brigitte Luggin, Vertretung der EK in Österreich
Thomas Weber, Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Österreich

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