Die Arbeit mit lauter lieben Affen

Kattas turnen den ganzen Tag drinnen und draußen in ihrem großen Gehege herum, schauen sich die Besucher an und fressen. Tierpfleger Fredi Maier kümmert sich um sie.<br />
Mahlzeit!<br />
Gemüse für die Affen, frisches Fleisch für die Raubkatzen.
Foto: Stephan Boroviczeny

Freitag startet der Film "Zoowärter" im Kino. Der KiKu beobachtete einen Tierpfleger in Schönbrunn bei seinem Job.

Der schüchterne Zoowärter Griffin Keyes (gespielt von Kevin James ) holt sich im Film Liebestipps von seinen Tieren, etwa dem Kapuzineraffen Donald und dem Gorilla Bernie (siehe rechts). Auch Tierpfleger Fredi Maier im Wiener Tiergarten Schönbrunn verbringt viel Zeit mit "seinen" Affen. Wenn er ins Gehege kommt, freuen sich die Tiere - vor allem über das Futter. Natürlich hat jeder Affe einen Namen, doch für lange Gespräche mit seinen Schützlingen hat der Revierleiter keine Zeit: "Wir müssen alle Tiere füttern, schauen, ob sie gesund sind und ihre Gehege und die Wege davor säubern", erklärt er die Aufgaben des Tierpflege-Teams. "Wir haben bei der Arbeit weniger Kontakt mit den Tieren, als alle glauben."
Aber die Affen gewöhnen sich an ihre Pfleger. "Wenn wir ein neues Tier zu uns bekommen, reist oft dessen Pfleger mit, damit es sich besser eingewöhnt", erzählt er. Selten werden Tiere in die Wildnis entlassen, erzählt er über Auswilderungsprojekte: "Denn es gibt nicht so viele Lebensräume, in denen genug Platz für neue Tiere ist."

Tierbabys

Kattas turnen den ganzen Tag drinnen und draußen in ihrem großen Gehege herum, schauen sich die Besucher an und fressen. Tierpfleger Fredi Maier kümmert sich um sie.<br />
Mahlzeit!<br />
Gemüse für die Affen, frisches Fleisch für die Raubkatzen. Foto: Stephan Boroviczeny Kattas turnen den ganzen Tag drinnen und draußen in ihrem großen Gehege herum, schauen sich die Besucher an und fressen. Tierpfleger Fredi Maier kümmert sich um sie.
Mahlzeit!
Gemüse für die Affen, frisches Fleisch für die Raubkatzen.

Ob er im Zoo einen Liebling hat? "Einige Affen haben wir selbst mit der Flasche aufgezogen, weil ihre Mutter sie nicht angenommen hat. Die haben wir am Abend mit nach Hause genommen, damit man ihnen alle zwei Stunden eine Flasche mit Milch geben kann, wie einem Baby. Die mag ich natürlich sehr gerne", sagt der frühere Elefanten-Wärter und streichelt einen Affen, der auf seine Schulter gesprungen ist. "Und mit der alten Orang-Utan-Dame Nonja bin ich an der Hand durch den Tierpark spaziert, als sie ganz klein war."
Jetzt dürfen die Betreuer aus Sicherheitsgründen nicht mehr in das Gehege der großen Menschenaffen. Maier: "Wenn wir den Affen das Futter bringen oder dort sauber machen, sperren wir sie in dieser Zeit in einen anderen Bereich ihres Geheges. Das ist zwar schade für mich. Aber es ist für die Pflege eben nicht notwendig. "
Können die Affen auch Kunststücke? "Wir sind kein Zirkus, aber wir bringen den Tieren manches bei, etwa wie sie sich verhalten, wenn der Arzt zu ihnen kommt. Und dass sie zum Beispiel einen Fotoapparat aufheben, der einem Besucher ins Gehege hineingefallen ist."

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(kurier) Erstellt am
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