© Heinz Wagner

Kiku
09/20/2012

Bücher ausborgen, Kritiken schreiben

Testleser_innen in der Filiale einer Buchhandelskette

von Heinz Wagner

Seit kurzem schart auch die Filiale W3 der Buchhandelskette Thalia (Landstraße im Kino-Center) junge Kinder und Jugendliche in einer regelmäßigen Runde. Hier können sie neue, aktuelle Bücher auswählen – kostenlos (!) – mit nach Hause nehmen und über die gelesenen Werke Rezensionen schreiben. Immer wieder hängen einige der Kritiken dieser „Testleserinnen" und „Testleser" zwischen den Regalen im Verkaufsbereich. Neuerdings sind sie alle auch Online auf der Homepage des großen Buchdealers zu finden.

Schon vor der Schule vorgelesen

Den 6-jährigen Nico interessieren „vor allem Vampirgeschichten und Krimskrams".

„Sehr, sehr gerne" liest Mirjam (11). „Ich hab auch schon vor der Schule im Kindergarten lesen können, ich wollt einfach wissen, was diese Zeichen bedeuten und hab dann immer meiner Oma kurze Geschichten vorgelesen."
Lesen macht der wuschelhaarigen jungen Dame, die sogar die kleinste Pause nutzt, um gleich in einen dicken Wälzer hinein zu schmökern, „einfach Spaß und ich lese fast alles, lustige Bücher aber auch gern Thriller. Es ist einfach mein liebstes Hobby."
Relativ neu ist für sie, Kritiken und Rezensionen über die Lektüre zu verfassen. „Das ist ein bisschen anstrengend, nicht immer ganz so leicht, hängt aber auch von den gelesenen Büchern ab."

Bis Weihnachten gekämpft

Die elfjährige Aisha hat „wie die meisten Kinder in der ersten Klasse lesen gelernt und am Anfang war das schon ein bisschen schwierig. So ungefähr bis Weihnachten hab ich gekämpft, dann hab ich mein erstes Buch geschenkt bekommen und seit damals les ich total gerne. Am liebsten hab ich lustige und Mädchenbücher. Nicht so gern mag ich Krimis, wenn es zu spannend ist, außer die drei Fragezeichen." Rezensionen schreiben ist für sie nicht ganz so neu, „wir müssen in der Schule auch immer über Bücher erzählen, das ist nur manchmal kompliziert."

Spätstart

Übrigens können manche auch erst viele später zu Lese„ratten" werden. Die heute 15-jährige Vero steht voll „auf Vampir- und andere blutige Geschichten. Das hat mit Twilight angefangen. Vorher hab ich lesen für langweilig gehalten", vertraut sie am Rande der TestleserInnen-Runde dem Kinder-KURIER an. „Meine Mutter war schon richtig verzweifelt, die wollte immer, dass ich lese, aber mich haben alle Bücher, die wir in der Schule lesen mussten, einfach nicht interessiert. Seit den Bis(s)-Büchern von Stephenie Meyer ist das total anders. Aber ich lese nicht alles, ich finde, Kinder sollten selber aussuchen können, was sie lesen wollen." Neben berühmten Vampir- und verwandten Geschichten sucht sich Vero gerne auch unbekanntere Schmöker über Bestien und ähnliches aus.

Auch schreiben

Die bekannten Vampirgeschichten findet auch Anna (14) „ganz gut". Weniger schätzt sie, dass „dann viele solche Erfolgsrezepte nachmachen wollen und dann nach dem selben Schema schreiben. Oft sind dann vor allem zweite oder dritte Bände nicht so gut wie die ersten wie bei Eragon."
Sie und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Elena, die genau so gern und viel liest „und gern Abwechslung und neue Ideen in Büchern mag", schreiben aber auch selber Texte, „bei der Literaturwerkstatt" (im Wiener Literaturhaus als Zweigstelle der Jugendliteraturwerkstatt Graz").

Detektiv

Detektivgeschichten haben's dem siebenjährigen Leonhard angetan. Dazu zählen natürlich auch „Die drei ???" und welche aus der Leseraben-Serie. „Und ich bin selber mit meinem besten Freund ein Detektiv, wir haben schon Fingerabdrücke und Spuren von einem echten Dieb entdeckt."

Bei Interesse, eMail an:
Kinderbuch.w3@thalia.at
Betreff: TestleserIn

Auch bei Kunterbuch....

.... einer speziellen Kinder- und Jugend-Buchhandlung kannst du verschiedene Workshops erleben bzw. Buchbesprechungen auf deren Homepage veröffentlichen für die du dir die Bücher ebenfalls ausborgen kannst.

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