© Screenshot/ARD

Ingo Zamperoni
02/20/2017

Warum dieser ARD-Moderator 28 Sekunden schwieg

Am Donnerstagabend unterbrach das Schweigen des Moderators Ingo Zamperoni die ARD-Tagesthemen.

Die Stimme des Moderators schafft bei Nachrichtensendungen Kontext und Orientierung für das Publikum. Doch was passiert, wenn der Moderator plötzlich nichts mehr sagt? So geschehen ist das am Donnerstagabend während der ARD-Sendung "Tagesthemen". An diesem Tag wurde die Nachrichtensendung, die regelmäßig von Montag bis Sonntag ausgestrahlt wird, von Ingo Zamperoni moderiert.

Nach einem Bericht über Fußball blieb der Moderator nach dem Schwenk zurück ins Studio stumm. Schweigend betrachtete er seine Fingernägel, blätterte in seinen Moderationskarten. Schließlich lehnte er sich mit verschränkten Armen ans Moderationspult. Im Hintergrund lief Musik und der Schriftzug "bitte warten..." über den Studio-Screen. Ganze 28 Sekunden lang.

Warum wortlos?

Nach 28 Sekunden Schweigen setzte der nächste Nachrichtenbeitrag ein - und dieser handelte von: Warten. Die vermeintliche Panne entpuppe sich damit als originelle Anmoderation. In dem Folgebeitrag ging es um die Eröffnung einer Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle.

Das künstlerische Motto der 23 Aussteller ist "Zwischen Macht und Möglichkeit" und beschäftigt sich mit dem Thema "Warten". Die Ausstellung läuft noch bis 18. Juni.

Auf Twitter erntete Zamperoni für seine unkonventionelle Anmoderation viel Lob.

Die komplette Sendung ist in der ARD-Mediathek abrufbar. Ab Minute 24:57 ist die betreffende Szene zu sehen.